Video : Trotz Bandscheibenvorfall zur Medaille?

Trotz eines Bandscheibenvorfalls will es Trampolin-Olympiasiegerin Anna Dogonadze bei den Sommerspielen wieder ins Finale schaffen. Unter Schmerzen bereitet sich die Sportlerin "unverkrampft und optimistisch" auf London vor.

Mitte Juni hatte es sie erwischt: Olympia-Siegerin Anna Dogonadze spürte beim Trampolinspringen einen Schlag im Rücken, das Training musste sie dann erst mal bis auf weiteres aussetzen. Doch das Ergebnis der folgenden Kernspintomographie hielt neben der schlechten Nachricht einer verschobenen Bandscheibe auch Gutes für die Turnerin bereit: eine bestehende Blockade in ihrem Rücken hatte sich anscheinend gelöst. Trotz Folgeschmerzen konnte Anna daher schon knapp zwei Wochen später das Training für die olympischen Spiele in London wieder aufnehmen.

Nach eigener Aussage geht die Turnerin trotz anhaltender Rückenschmerzen unverkrampft und optimistisch in die letzten Vorbereitungen. Der Gold-Erfolg bei den Olympischen Spielen von Athen 2004 lässt sie auch sonst einigermaßen gelassen nach London blicken. O-Ton Anna Dogonadze "Ja, Goldmedaille habe ich ja schon. Ich habe ja in meinem Leben schon alles erreicht, was ich erreichen wollte. Und ich möchte einfach gesund dahin kommen und meinen Wettkampf richtig schön turnen und ins Finale kommen. Das ist mein Ziel, ins Finale zu kommen, aber was da rauskommt. Natürlich, Medaille will jeder Sportler, der nach Olympia kommt gewinnen, aber ich weiß nicht, ob das klappt. Ja, das ist Tagesform."

Und die scheint oft gut zu sein. Allein im Jahr 2011 hat Dogonadze drei erste Plätze im Einzelspringen bei nationalen und internationalen Wettbewerben errungen. Mit ihrer Karriere im Leistungssport hat die 39-jährige Diplom-Sportlehrerin und Bürokauffrau eine Leidenschaft weitergeführt, die sie seit ihrer Kindheit hegt. Anna Dogonadze: "Ja, ich habe das schon als kleines Baby gerne auf Omas Betten gesprungen, und ich habe ja auch mit sechs angefangen zu turnen. Aber da habe ich nicht gewusst, dass es Trampolinturnen gibt. Und als mein Bruder mal Akrobatik angefangen hatte, war er in einer anderen Halle und hat mir dann auch gesagt, da gibt es auch große Geräte. Und hat er mich dann mitgenommen und bin direkt dort geblieben. Das war für mich eigentlich der Traum vom Fliegen."

Lange soll aber wohl nicht mehr geflogen werden. Nach den Olympischen Spielen in London will die Sportlerin ihre Teilnahme in Einzelwettkämpfen beenden. Bei den World Games im nächsten Jahr möchte sie zum Abschluss ihrer Karriere noch einmal mit Kollegin Jessica Simon am Synchronspringen teilnehmen.

(reuters)

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