Video : Turner holen sich Feinschliff für London

Im Bundesleistungszentrum Kienbaum holen sich die Turner der deutschen Olympiamannschaft derzeit den letzten Schliff für die Spiele in London. Die großen Medaillenhoffnungen sind die Turnstars Fabian Hambüchen und Philipp Boy.

Ein Griff in den Magnesia-Eimer und auf geht's. Hier in der Turnhalle des Bundesleistungszentrums Kienbaum trainieren die Turner der Olympiamannschaft. Unter ihnen auch Fabian Hambüchen, einer der bekanntesten deutschen Turner - von den olympischen Spielen in Peking war er mit einer Bronzemedaille zurückgekommen. Hinter seiner Olympianominierung für London stand bis vor gar nicht langer Zeit allerdings noch ein Fragezeichen. Hambüchen hatte mit den Folgen einer Achillessehnen-Operation im vergangenen Jahr zu kämpfen.

Bei den gerade erst zu Ende gegangenen deutschen Meisterschaften in Düsseldorf hat er sich dann aber deutlich zurückgemeldet: Hambüchen holte dreimal Gold, im Mehrkampf, am Boden und am Reck. Die Vorfreude auf Olympia ist jetzt groß: "Alle vier Jahre wieder so ein Riesenereignis zu haben ist toll, und für mich jetzt zum dritten Mal dabei sein zu dürfen, ist wirklich mit das Größte und das, wofür ich halt die letzten Jahre komplett mir den Hintern aufgerissen habe und wirklich alles gegeben habe im Training."

Hambüchen ist nicht die einzige Medaillenhoffnung der Deutschen beim Turnen. Auch Philipp Boy ist gut in Form. Zwar konnte er bei der Europameisterschaft seinen Titel aus 2011 nicht verteidigen - dennoch gilt er aufgrund seiner Vielseitigkeit als eine der großen Stützen der Olympiamannschaft. Hartes Training steht auf dem Programm, aber auch das Signieren von T-Shirts. denn auch Turner haben Fans. Boy erklärt, was jetzt noch fehlt für Olympia: "Wir sind alle körperlich sehr gut drauf, an der Kondition muss man jetzt nicht mehr viel arbeiten. Es geht einfach nur darum, diesen Feinschliff, die Körpersprache, dass man das einfach ins Blut reinbekommt, wenn man aufs Podium raufgeht, wie man sich da verhält, wie sind die Fingerspitzen. Also es sind Kleinigkeiten, die vielleicht einem Zuschauer überhaupt nicht auffallen, aber was dann irgendwo das Turnen, unser Turnen so rüberbringen lässt, als wäre es leicht und wir könnten es zelebrieren. Und genau das ist unser Ziel, dass wir hier so gut vorbereitet rausgehen, dass es auch uns gelingt, das Turnen so zu zelebrieren."

Vielleicht gibt es in London dann ja auch auf dem Treppchen was zu zelebrieren.

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