Video : Wo bleibt die Belohnung?

Gut gespielt, aber den Sieg verschenkt – für S04 war das 2:2 in Hannover eine gefühlte Niederlage. Hinzu kommt die Ungewissheit: Die Zukunft von Torjäger Huntelaar ist zurzeit ebenso unklar wie die von Jungstar Papadopoulos. Schalke ärgert sich über ein Remis in Hannover.

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Schalke: Zittern um "Hunter" und "Papa".
Schalke: Zittern um "Hunter" und "Papa".Foto: Sid

Die vielen negativen Worte, die Huub Stevens nach dem Abpfiff bemühte, ließen seinen Ärger zumindest erahnen. „Es ist schade und über 90 Minuten gesehen enttäuschend. Wir haben uns für ein gutes Spiel nicht belohnt“, schimpfte der Trainer des FC Schalke 04. Der Ernst, mit dem er über das Remis sprach, dürfte auch mit den großen Ambitionen seines Klubs zusammenhängen. Schalke möchte um die Meisterschaft mitspielen. Bei einem heimstarken Team wie Hannover einen Punkt zu entführen – wen das nicht glücklich macht, der fühlt sich zu Höherem berufen.

Kurz vor der Halbzeit hatten sich die spielerisch überlegenen Gäste zum ersten Mal überrumpeln lassen. Als der langjährige Schalker Christian Pander einen seiner Freistöße auf die Reise gebracht hatte, war Hannovers neuer Innenverteidiger Felipe völlig unbedrängt vor Torhüter Timo Hildebrand aufgetaucht. Der Brasilianer schaffte es mit einem Kopfball, den Gastgeber in Führung zu bringen. „Ich bin sehr froh, dass er sein Tor gemacht hat. Denn er ist ein sehr präsenter und aggressiv agierender Verteidiger“, sagte Hannovers Trainer Mirko Slomka, der sich als kleiner Gewinner eines großen Fußballabends vor 49 000 Zuschauern fühlen durfte. Er hatte nicht nur den umstrittenen Felipe von Beginn an mitspielen lassen, sondern mit dem Schweizer Adrian Nikci auch noch einen weiteren Torschützen eingewechselt. Hannovers zweiter Bundesliga-Neuling erzielte nach Vorarbeit des starken Jan Schlaudraff zehn Minuten vor dem Abpfiff das 2:2.

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Bei den Antworten auf die Frage, was eigentlich mit dem 2:1-Vorsprung des FC Schalke 04 und dessen spielerischer Überlegenheit geschehen war, fiel immer wieder ein Name. Ron-Robert Zieler, der das Tor von Hannover 96 mit bemerkenswerter Ruhe und Übersicht hütete, bewahrte seine Mannschaft vor weiteren Gegentoren. Bei den Toren von Klaas-Jan Huntelaar und Lewis Holtby war er machtlos.

Huntelaars mittelfristiger Verbleib in Gelsenkirchen ist immer noch offen. Der beste Angreifer der Bundesliga, der in der vergangenen Spielzeit 29 Tore erzielte, steckt immer noch in Vertragsverhandlungen. „Wir stehen mit unseren Argumenten ganz gut da“, findet Schalkes Sportdirektor Horst Heldt. Doch dass Huntelaar in Hannover den auf der Ersatzbank platzierten Benedikt Höwedes als Mannschaftskapitän vertrat, ändert nichts daran, dass die Zukunft des Holländers über das Vertragsende 2013 hinaus noch ungeklärt ist. Christian Otto

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