Sport : VIEL ÄRGER UM EINE DOPINGPROBE

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Als Sven Fischer gestern in der Gemeinde Leogang in Tirol am Frühstückstisch saß, kam der Dopingkontrolleur und drängte zum Aufbruch. Fischer und Michael Greis waren für das Blutdoping vor dem Verfolgungsrennen ausgelost worden. „Der zeitliche Ablauf war eine Farce “, sagte Fischer nach dem Gewinn der Bronzemedaille. Eigentlich sollten er und Greis, der Fünfter wurde, in einem Bus noch zu anderen Hotels gekarrt werden, wo weitere Athleten zusteigen sollten, die zur Dopingprobe mussten. Das hätte Fischer viel Zeit gekostet. Der Deutsche SkiVerband (DSV) intervenierte , nach vielen Telefongesprächen durfte Fischer in einem Wagen des DSV, in dem auch der Kontrolleur saß, nach Hochfilzen gebracht werden. Das Blut war schnell abgegeben, doch „ich hatte nicht richtig Zeit zum Skitesten und kam gerade noch rechtzeitig zum Anschießen“. Bundestrainer Frank Ullrich ärgerte sich über die WM-Organisatoren: „Heute wäre mehr drin gewesen. Jeder Weltcup ist besser organisiert“, schimpfte Ullrich. Dort sei es selbstverständlich , dass ein Kontrolleur nur für einen Athleten zuständig ist und sich nach dessen Zeitplan richtet. ru

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