Sport : Viel Ärger um einen Muskelriss

Arjen Robben fehlt den Bayern zwei Monate lang

München - Der FC Bayern München muss erneut auf Arjen Robben verzichten – und ist darüber mächtig erzürnt. Beim niederländischen Nationalspieler wurde bei einer Kernspintomografie ein Muskelriss im linken Oberschenkel diagnostiziert. Er fällt etwa zwei Monate lang aus. „Natürlich sind wir verärgert. Wieder einmal müssen wir die Zeche dafür bezahlen, dass unsere Spieler bei der Nationalmannschaft waren“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Robbens Verletzung stammt bereits aus der Zeit der WM-Abstellungsphase. „Es handelt sich um eine erhebliche Verletzung“, erklärt Bayerns Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. „Ich finde es unverantwortlich, dass man diese Verletzung nicht genauer diagnostiziert und Arjen hat spielen lassen.“

Robben fehlt den Bayern nun nicht nur beim Start der Bundesligasaison, sondern auch zum Beginn der Champions League. Länderspiele sind für den 26-Jährigen vorerst auch kein Thema. „Ich habe mich während der WM an und für sich ganz gut gefühlt. Ich habe vier WM-Spiele gemacht und immerhin im Finale 120 Minuten gespielt“, sagt Robben. „Nach dem Finale fühlte ich mich schmerzfrei, deshalb bin ich in den Urlaub gefahren.“

Keinen Vorwurf gab es von Bayern- Seite an den Spieler, aber mit dem niederländischen Verband gibt es Klärungsbedarf. „Es wird in dieser Angelegenheit sicherlich gesprochen, und ich habe die Fifa bereits darüber informiert und sie gebeten als Mediator zwischen den Parteien zu fungieren“, sagte Rummenigge. Kaum auszudenken, wie groß der Ärger sein dürfte, wenn sich beim Testländerspiel der deutschen Auswahl am 11. August in Dänemark ein weiterer Bayern-Akteur verletzt. Trainer Louis van Gaal hofft auf eine Regelung, die möglichst vielen Münchnern Zeit für die Saisonvorbereitung lässt. Wenn die gerade aus dem WM-Urlaub zurückgekehrten Nationalspieler nicht berufen würden, wäre zum jetzigen Zeitpunkt „niemand böse“, sagte der Rückkehrer Toni Kroos.dpa

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