Sport : Viel Geld hilft nicht viel

Benedikt Voigt

glaubt, dass Profi-Schiedsrichter nicht nötig sind Was tun? Welche Konsequenzen müssen die Schiedsrichter ziehen, wenn sich bestätigt, dass einer von ihnen Spiele manipuliert hat, um über Wetten Geld zu verdienen? Bei ihrer Vollversammlung werden die Schiedsrichter heute diese Frage ausführlich diskutieren. Sie könnten einen Ehrenkodex einführen oder den Videobeweis. Sie könnten das Beobachtungssystem verbessern, das im aktuellen Fall keine Auffälligkeiten fand, abgesehen davon, dass sich Robert Hoyzers Leistungen verschlechtert haben. Auch über Profi-Schiedsrichter werden sie nachdenken. Bei gut ausgebildeten und gut bezahlten Schiedsrichtern, so hoffen Befürworter wie Ligachef Werner Hackmann, steige die Hemmschwelle gegen Korruption. Doch verhindern würde es nichts.

Die Schiedsrichter sind bereits gut bezahlt. 3000 Euro pro Bundesligaspiel, 1500 Euro pro Zweitligaspiel sind eine angemessene Entlohnung für eine 90-minütige Betätigung, die zugegebenermaßen eine große psychische Belastung darstellt. Wer betrügen will, lässt sich von einigen Euro zusätzlich nicht abhalten. Er will das große Geld. Auch sind die Schiedsrichter bereits gut ausgebildet. Als Halbprofis stehen sie an der Schwelle zum Profitum. Das genügt, zumal mit 47 Jahren ihre Karriere wieder endet. Da ist es gut, wenn sie einen Beruf haben, in den sie zurückkehren können.

Die Existenz von Schiedsrichtern stellt übrigens niemand in Frage. Alle wissen, dass sie es sind, die das Spiel erst möglich machen. Für Schiedsrichter muss das zurzeit beruhigend sein.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben