Sport : Viel geschimpft, wenig gesiegt: die Misere beim VfB Stuttgart

Stuttgart – Sieben Tore zu schießen, das ist in der Fußball-Bundesliga eine schöne Sache. Schade nur aus Sicht des VfB Stuttgart, dass besagte sieben Treffer an fünf Spieltagen nur zu einem Sieg gereicht haben. Das 7:0 gegen Mönchengladbach am vergangenen Wochenende war nicht mehr als ein Stuttgarter Zwischenhoch. Nach dem 1:2 in Nürnberg am Mittwoch war der schwächste Saisonstart des Klubs seit 36 Jahren amtlich. Vor dem schweren Heimspiel am Samstag gegen Bayer Leverkusen stehen die Stuttgarter nun wieder gehörig unter Druck.

Trainer Christian Gross und Sportdirektor Fredi Bobic scheinen momentan auch keine Antworten darauf zu haben, wie ihre Mannschaft einen Weg aus der Krise finden kann. Gross sagte in Nürnberg: „Am Schluss fehlte uns die Abgeklärtheit, wir waren zu offen. Ich ärgere mich maßlos darüber, dass wir verloren haben.“ Manager Fredi Bobic kritisierte dagegen die Schiedsrichter – kein ungewöhnliches Prozedere für ein Klub, die weit hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt.

Es spricht wenig dafür, dass es am Sonnabend in Stuttgart besser wird. Den Schwaben fehlen drei ihrer vier offensiven Flügelspieler: Der VfB muss gegen Leverkusen auf Timo Gebhart und Daniel Didavi verzichten. Beide Mittelfeldspieler verletzten sich in Nürnberg und fallen drei Wochen aus. Didavi zog sich einen Teilanriss des Syndesmosebandes zu, bei Gebhart musste eine Risswunde am Knöchel genäht werden. Daneben muss auch Johan Audel nach seiner Sprunggelenk-Operation passen. Trainer Gross hat zu dieser misslichen Lage eine wenig erhellende Antwort. „Es ist bitter, aber es gehört zum Fußball“, sagt der Schweizer. Tsp/dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar