Viel Neues im Wellblechpalast : Eisbären Berlin starten in die Saisonvorbereitung

Neun Abgänge, sieben Zugänge - dazu zwei neue Co-Trainer. Bei den Eisbären Berlin war im Sommer viel los. Die Vorbereitung auf die Saison ist mit entsprechend hohen Erwartungen verknüpft.

Endlich wieder Eishockey. Bei den Eisbären wird ab jetzt wieder täglich auf dem Eis trainiert.
Endlich wieder Eishockey. Bei den Eisbären wird ab jetzt wieder täglich auf dem Eis trainiert.Foto: Leopold

Micki DuPont konnte es am Montag kaum erwarten. Noch vor dem eigentlichen Beginn des ersten offiziellen Mannschaftstrainings der Eisbären Berlin in der Vorbereitung auf die neue Saison kurvte der 37-jährige Verteidiger bereits über das Eis im Wellblechpalast. Ein paar Minuten später folgte der Rest des Teams, der Einmarsch wurde rhythmisch beklatscht von etwa 150 Schaulustigen, die es sich auf der Tribüne der altehrwürdigen Eishalle gemütlich gemacht hatten. Dass die Sitzplätze wegen Bauarbeiten eigentlich nicht betreten werden dürfen, ignorierten die Fans dabei genauso wie die Kluboberen.

Peter John Lee, Stephane Richer und Stefan Ustorf verfolgten das Treiben auf dem Eis mit ebenso großem Interesse wie die Anhänger, spürbar bei allen ist die Hoffnung, dass es in der kommenden Saison endlich wieder besser läuft beim einstigen Vorzeigeklub der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Dafür haben die Berliner für ihre Verhältnisse viel umstrukturiert, neun Spieler mussten gehen, sieben sind gekommen. „Es ist anders, wenn neue Spieler da sind. Das gibt uns neue Impulse und wird uns vorwärts bringen“, sagte Kapitän André Rankel nach der rund einstündigen Einheit am Vormittag.

Sechs Wochen dauert die Vorbereitung, ehe es für die Eisbären am 8. September mit einem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers in der DEL losgeht. „Es gilt wie jedes Jahr eine gute Mischung zu finden. Ich glaube aber schon, dass wir jetzt mehr Möglichkeiten haben“, sagte Chefcoach Uwe Krupp. Auch er muss sich in seiner Arbeit erst einmal umgewöhnen, mit Steffen Ziesche und Clement Jodoin hat er neue Assistenten an seiner Seite.

Und gerade der erfahrene Coach aus Kanada deutete am Montag bereits an, warum ihn die Eisbären verpflichtet haben. Jodoin gab lautstarke Kommandos und scheuchte die Spieler schon ganz schön über das Eis. „Er hat viel Erfahrung und gleich einige neue Übungen mit uns gemacht“, sagte Rankel. Wenn der Auftakt ein Fingerzeig für die nächsten Monate sein soll, dann könnte bei den Eisbären künftig mehr Zug herrschen. Andererseits war es auch nur das erste Training – aber immerhin eines, in dem eine Menge Frisches steckte.

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