Sport : Viele Könner, kein Team

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Zahlen lügen nicht. Erst recht nicht im Fußball. Portugals Nationalmannschaft hat bisher nur einen Punkt aus zwei Spielen geholt – Zypern und Norwegen hießen die Gegner. Nun ist die Qualifikation für die Europameisterschaft in zwei Jahren in Gefahr. Doch viel schlimmer ist: Was wie eine Sensation daherkommt, ist gar nicht so sensationell.

Seit zwei Jahren spielt die „Selecao“ unter ihren Möglichkeiten. Für die WM in Südafrika qualifizierte sich die Mannschaft um Ronaldo nur mit Mühe. Beim Turnier selbst enttäuschte das Team ebenfalls. Zu verantworten hat dies in erster Linie Nationaltrainer Carlos Queiroz. Gegen Zypern und Norwegen fehlte der 57-Jährige gesperrt, weil er mehrere Dopingfahnder übel beschimpft hatte. Aufstellung und taktische Vorgaben kamen aber trotzdem von ihm.

Portugal verfügt über ein riesiges Reservoir an Einzelspielern, doch Queiroz verstand es nie, diese zu einem Team zu fügen. Vor allem Cristiano Ronaldo genoss allerlei Sonderrechte. In der Mannschaft kam das nicht gut an. Und bei Cristiano Ronaldo nutzte es auch nichts: Er äußerte sich nicht nur einmal abfällig über Queiroz’ Fähigkeiten als Trainer.

Will Portugal doch noch die Europameisterschaft 2012 erreichen, braucht es einen Trainer, der die Mannschaft wieder eint. Queiroz konnte das nicht.

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