• Viele Tore und viele Elfmeter im DFB-Pokal Bremen, Frankfurt und Offenbach sind weiter

Sport : Viele Tore und viele Elfmeter im DFB-Pokal Bremen, Frankfurt und Offenbach sind weiter

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Nach einem begeisternden Schlussspurt hat Werder Bremen wieder das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Trotz einer lange Zeit schwachen Vorstellung siegten die Hanseaten 4:1 (0:0) bei Hannover 96 . Nach einer zunächst dürftigen Partie vor 49 000 Zuschauern in Hannover erzielte Verteidiger Naldo in der 71. Minute die glückliche Bremer Führung, die Torsten Frings per Foulelfmeter zwölf Minuten später ausbaute. Der Anschlusstreffer der 96er durch Ricardo Sousa ebenfalls per Foulelfmeter ließ nach 85 Minuten noch einmal Spannung aufkommen, doch Patrick Owomoyela und der für Ivan Klasnic eingewechselte Aaron Hunt machten in den letzten beiden Spielminuten den Einzug ins Viertelfinale klar. Nach sieben Wochen konnte Werders Sturmduo Klose/Klasnic erstmals wieder von Beginn an auflaufen. Doch fast zwei Monate nach seiner Blinddarm-Operation fiel es Klasnic noch schwer, Bindung zum Spiel zu finden.

Da sich auch Hannover lange Zeit auf Konter beschränkte, blieb die Partie zunächst ohne Höhepunkte. Kurz vor dem Seitenwechsel freilich drehten die Gastgeber plötzlich auf. Werder-Keeper Andreas Reinke musste nun gleich zwei Mal in höchster Not gegen Jiri Stajner und Thomas Brdaric retten. Zehn Minuten zuvor hatte Frank Baumann Bremens beste Chance vergeben, als er nach einer Frings-Ecke nur den Pfosten traf. Wiederum nach einer Frings-Ecke landete ein Kopfball Baumanns auf dem Kopf von Naldo, der zum 1:0 abstaubte. Nur zwei Minuten später jubelten die Fans schon über den Ausgleich, den Schiedsrichter Merk aber nicht anerkannte.

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Eintracht Frankfurt steht zum ersten Mal seit 13 Jahren im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Hessen setzten sich im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:1 durch. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung stand es 1:1. Francisco Copado hatte die Eintracht vor 39 000 Zuschauern per Foulelfmeter nach 35 Minuten in Führung gebracht, Stefan Kießling noch vor der Pause den Ausgleich erzielt. In der Verlängerung sah Frankfurts Christoph Spycher nach einer Notbremse gegen Ivica Banovic die Rote Karte. Zum letzten Heimspiel des Jahres waren die Frankfurter Fans in Erwartung eines ähnlichen Tore-Festivals wie beim 6:0 in der zweiten Runde gegen den FC Schalke 04 gekommen. Die Gastgeber waren vom Anpfiff weg auch tonangebend, jedoch bei weitem nicht so effektiv wie gegen Schalke. Copado verfehlte das Tor mit einem Freistoß aus 17 Metern ebenso knapp wie wenig später der für den verletzten Ioannis Amanatidis stürmende Du-Ri Cha mit einem Kopfball aus Nahdistanz. Doch erst als Copado von Banovic im Strafraum nur per Foul gestoppt werden konnte, musste sich Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer geschlagen geben. Der Gefoulte trat selbst zum Elfmeter an und brachte die Eintracht verdient in Führung. Doch völlig unerwartet fiel in der 42. Minute der Ausgleich, als Kießling nach Vorarbeit des Spaniers Horacio Javier Pinola aus fünf Metern einschob. Das Gegentor bremste die angriffslustigen Hessen, deren Spiel in der zweiten Halbzeit verflachte. Cha vergab noch zweimal die Chance, das Spiel zu entscheiden.

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Hansa Rostock ist im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Kickers Offenbach ausgeschieden. Die Hanseaten unterlagen dem Zweitliga-Rivalen mit 3:4 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Vor 17 000 Zuschauern im Ostseestadion erzielte Suat Türker nach 23 Minuten die Gäste-Führung, ehe Marcel Schied in der 90. Minute zum Ausgleich traf. Hansa musste lange ohne Rade Prica auskommen, der wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (71.). In der Verlängerung musste Offenbachs Zlatko Blaskic nach grobem Foul mit Rot vom Platz. Offenbachs Torhüter Sead Ramovic folgte ihm während des Elfmeterschießens. Ein unberechtigter Platzverweis, denn nach einer verbalen Auseinandersetzung zwischen beiden Torhütern hatte Rostocks Mathias Schober dem Offenbacher einen Kopfstoß versetzt. Beide gingen daraufhin zu Boden. Für Ramovic musste nun Mittelfeldspieler Stephan Sieger ins Tor. Doch die Rostocker verfehlten dann zwei Mal das Ziel, ehe Ramazan Yildirim für Offenbach traf. Hansa vergab in der regulären Spielzeit in Unterzahl Chancen zum Ausgleich, etwa durch Schied, der aus fünf Metern das Tor verfehlte, ehe er in der 90. Minute doch noch traf. dpa

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