Vielseitigkeit : Nach Olympia ist vor Olympia

Deutschlands Vielseitigkeitsreiter erwarten bei der Europameisterschaft in Frankreich starke Konkurrenz.

Katja Reimann
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Durch die Büsche. Ingrid Klimke bezwingt auf Abraxxas bei den Olympischen Spielen in Hongkong ein Hindernis. Foto: ddpAFP

BerlinBerlin - Topfit seien all ihre Pferde, hoch motiviert die deutsche Mannschaft – kurz vor Beginn der Europameisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Fontainebleau (Frankreich) zeigt sich Ingrid Klimke zuversichtlich. „Wir haben ein starkes Team“, sagt die Reiterin aus Münster. Nach Mannschafts-Gold bei den olympischen Reiterspielen in Hongkong im vergangenen Jahr spekulieren die Deutschen nun auch auf ein gutes Ergebnis bei der EM, die am Mittwoch mit einer ersten Verfassungsprüfung vor den Tierärzten beginnt und bis zum Sonntag dauern wird.

Sechs deutsche Reiter sind in Frankreich insgesamt am Start, darunter auch die Olympiateilnehmer Ingrid Klimke und Frank Ostholt. Das Gastgeberland Frankreich schickt gleich zwölf Reiter in den drei Disziplinen – Dressur, Springen und Gelände – umfassenden Wettbewerb. Teilnehmen wird auch der amtierende Europameister Nicolas Touzaint. Wessen Ergebnis für die Mannschaft, die jeweils aus vier Reitern bestehen darf, zählt und wer ausschließlich in der Einzelkonkurrenz startet, wird erst an Ort und Stelle entschieden.

„Die Franzosen werden alles daran setzen, ein gutes Team zu haben“, sagt Klimke. Aber auch die Briten hält sie für eine starke Konkurrenz. „Bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London wollen die fit sein.“ Den Deutschen wird ihr erfolgreichster Vielseitigkeitsreiter, Doppelolympiasieger Hinrich Romeike, in Fontainebleau fehlen. Sein Schimmel Marius verletzte sich im Frühjahr und konnte in diesem Jahr noch an keinem Wettkampf teilnehmen.

Den Geländekurs in Frankreich, der rund sechs Kilometer lang ist und 27 feste Hindernisse umfasst, hat Parcoursbauer Pierre Michelet gestaltet. Dessen Kurse seien wunderschön, sagt Ingrid Klimke, die das Gelände in Fontainebleau bereits von früheren Ritten kennt. Die Strecke sei nicht hügelig und – was für einige Reiter und Pferde durchaus kniffelig sein kann – führe zu großen Teilen durch den Wald.

Weitere Informationen im Internet: www.fontainebleau-2009.com

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