Sport : Viermal Gold für deutsche WM-Kanuten

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Zagreb „Das ist der Wahnsinn – was soll ich da sagen?“ DKV-Sportdirektor und Interims-Chefcoach Jens Kahl war nach dem glanzvollen Abschneiden über 1000 Meter am ersten Tag der Entscheidungen bei den 34. Kanu-Weltmeisterschaften sprachlos. Vier Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen konnte er bereits auf der Habenseite verbuchen.

Wenn es ein Signal dafür gab, dass es einen Tag der Deutschen geben würde, dann ging es vom dreimaligen Olympiasieger Andreas Dittmer aus. Auf dem Jarun-See wies der Neubrandenburger im Canadier-Einer auf seiner Lieblingsstrecke den Olympiasieger David Cal aus Spanien in die Schranken. „Das war eine Genugtuung“, sagte der 33-Jährige nach dem souveränen Sieg. Damit verteidigte Dittmer den Titel von 2003. Insgesamt war es der siebte WM-Sieg für ihn.

Der von Birgit Fischer angeführte Kajak-Vierer belegte hauchdünn hinter Rumänien den dritten Rang. Es siegte das Boot aus Ungarn. „So ein wackliges Boot bin ich noch nicht gefahren“, sagte die 27-malige Weltmeisterin Fischer. „Bronze ist in Ordnung.“

Für die große Überraschung des ersten Finaltages sorgte der Kajak-Vierer der Männer. Bei der EM vor einem Monat in Polen paddelte er noch klar an einem Podestplatz vorbei, diesmal reichte es für das Team um Schlagmann Lutz Altepost (Essen) zum Sieg. „Ich hatte gestern Abend Platz eins oder zwei vorausgesagt“, meinte der Magdeburger Björn Bach. Ihren ersten WM-Titel im Einer-Kajak feierte Katrin Wagner-Augustin aus Potsdam. dpa

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