Vierschanzentournee : Alle sieben deutschen Springer in Innsbruck dabei

Die deutschen Skispringer haben sich in voller Mannschaftsstärke für den dritten Wettbewerb der Vierschanzentournee in Innsbruck qualifiziert. Vier Athleten unter den besten 16 wecken Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis am Bergisel.

Lars Reinefeld[dpa]
Wolfgang Loitzl machte den größten Satz
Der Österreicher Wolfgang Loitzl machte in der Qualifikation den größten Satz. -Foto: dpa

InnsbruckBester Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Ausscheidung am Samstag war Michael Uhrmann auf Platz sechs. Der Bayer sprang 125 Meter weit. Martin Schmitt belegte mit 123,5 Metern den zehnten Rang, Michael Neumayer wurde mit der gleichen Weite Zwölfter. Stephan Hocke komplettierte als 16. das gute Abschneiden. Tournee-Spitzenreiter Wolfgang Loitzl (Österreich) untermauerte mit dem weitesten Sprung auf 131 Meter seine Ambitionen auf den Gesamtsieg.

"Es freut mich, dass es so gut geklappt hat. Wir haben unser Soll erfüllt und eine gute Qualifikation hingelegt, auch wenn das absolute Spitzenergebnis noch gefehlt hat", bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster. Besonders erfreut nahm der Coach die Leistung von Uhrmann zur Kenntnis. "Er ist ein sehr guter Springer, hatte im Training aber immer ein paar Probleme. Jetzt fühlt er sich körperlich gut", meinte Schuster. Uhrmann zeigte sich zwar zufrieden, doch längst nicht am Ziel. "Von Perfektion war das noch ein ganzes Stück entfernt. Aber die Stabilität in meinen Sprüngen kommt zurück, das ist gut so und gibt Zuversicht. Ich möchte morgen in die Top Ten kommen", sagte er.

Schmitt will aufs Treppchen

Noch weiter nach vorne schielt Schmitt, der im dritten Anlauf endlich den ersehnten Podestplatz schaffen will. "Auf dieser Schanze geht es enger zu als in Garmisch-Partenkirchen, das wird ein spannender Wettkampf. Man muss sehr exakt springen und darf sich keine Fehler erlauben, denn die kosten hier gleich mehrere Meter", sagte der Gesamt-Sechste. In der Qualifikation wurde er diesem Anspruch nicht gerecht. "Wir haben ein bisschen mehr auf die Qualität im Flug geachtet, das ging auf Kosten des Absprungs. Insgesamt war es ganz in Ordnung. Ich freue mich auf den Wettkampf und werde versuchen, alles reinzulegen", erklärte der 30-Jährige.

Mit Optimismus geht auch Neumayer in das Springen. Der Berchtesgadener hat den Rückschlag vom Neujahrsspringen, wo er als 24. viel Boden einbüßte, verdaut. "Ich habe mich wieder beruhigt und bin mit neuer Motivation hergefahren. Eigentlich mag ich die Schanze nicht, aber nachdem mir drei gute Sprünge gelungen sind, macht es mir langsam Spaß", sagte Neumayer. Ohne Mühe entledigte sich Hocke mit 120,5 Metern seiner Pflichtaufgabe. Der Mannschafts-Olympiasieger von 2002 untermauerte seinen Aufwärtstrend und stellte zufrieden fest: "Ich habe einen guten Lauf und brauche mir keine Sorgen zu machen, die Qualifikation nicht zu schaffen. Ich weiß, was ich tun muss."

Grund zur Freude hatten auch die Youngster Felix Schoft (Partenkirchen) sowie die aus der Nationalen Gruppe ins A-Team aufgerückten Tobias Bogner (Berchtesgaden) und Pascal Bodmer (Messstetten). Das Trio qualifizierte sich mühelos und rechtfertigte damit seine Nominierung für die letzten zwei Wettbewerbe. Schoft wurde mit 118,5 Metern 24. und meinte danach: "Mir ist ein guter Sprung gelungen. Natürlich habe ich noch einige Reserven. Hoffentlich kann ich die morgen ausreizen." Bogner kam mit 116 Metern auf Rang 35. Bodmer, der am Sonntag 18 Jahre alt wird, belegte mit 113 Metern den 46. Platz. "Die Jungen haben das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt", lobte Schuster.

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