Sport : Vierschanzentournee: Bundestrainer-Kritik an Rekordjagd - Schanzen-Jury gerüffelt

Skisprung-Bundestrainer Reinhard Heß hat die Jagd nach Schanzenrekorden bei der 49. Vierschanzentournee kritisiert. "Vernunft und Verantwortung für unsere Springer und unseren Sport sollten gestatten, dass man ein Zeichen setzt, um diese Entwicklung nicht zur Normalität werden zu lassen. Bei beiden Veranstaltungen sind Grenzen, die in den Regularien der FIS verankert sind, vor allem von der Jury überschritten worden", erklärte der 55-Jährige in einer Pressemitteilung vor den beiden abschließenden Tourneespringen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar). Heß erklärte, dass bei den ersten beiden Springen die Athleten mit zu hohen Anfahrtgeschwindigkeiten über die Schanze gelassen worden seien: "Wir fahren damit in Bereichen, die kosmische Zuwachsraten nachweisen. Bei außergewöhnlichen äußeren Bedingungen kann dies böse Folgen haben." Martin Schmitt hatte den Schanzenrekord in Oberstdorf auf 133 Meter geschraubt, der Pole Adam Malysz den in Garmisch-Partenkirchen auf 129,5 Meter. Schmitt stand den Versuch sicher, Malysz mit Mühe. Schmitt gilt als bester Springer bei niedrigen Anlaufgeschwindigkeiten.

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