Vierter Wettkampftag : Fünf weitere Medaillen für Deutschland

Fünf Medaillen gewannen die deutschen Paralympioniken am vierten Wettkampftag. Gold gab es am Mittwoch allerdings nicht zu bejubeln.

Bahnradfahrerin Natalie Simanowski, Schwimmerin Kirsten Bruhn und die Cottbuser Diskuswerferin Frances Herrmann sorgten mit ihren Silbermedaillen am vierten Wettkampftag für die sportlichen Schlagzeilen im deutschen Team. Das erste Edelmetall im Tischtennis gewann Andrea Zimmerer, danach holte Britta Näpel in der Dressurkür ebenfalls Bronze.

Simanowski stellte in der Qualifikation in der Einzel-Verfolgung über 3000 m einen Weltrekord von 4:16,176 Minuten auf. Im Finale war sie mit 4:19,396 zwar 14 Sekunden schneller als die Amerikanerin Barbara Buchan, wegen der Einstufung als leichter Behinderte wurde die in den Beinen Gelähmte aber Zweite. „Ich muss jetzt jedem erklären, warum ich als fünffache Weltmeisterin trotz Weltrekords und schnellerer Zeit nur Zweite wurde“, ärgerte sich Simanowski über das System. Das liege daran, dass bei den Paralympics andere Maßstäbe als bei Weltmeisterschaften gelten. „Bei der WM fahre ich auch mit Buchan zusammen und gewinne. Diesmal bekam sie einen ganz anderen Zeitfaktor.“ Das erste Silber hatte Simanowski, die bei einem Messerattentat schwer verletzt worden war, im 500 m Zeitfahren gewonnen.

Die Neumünsteranerin Bruhn musste über 100 m Rücken nur Katrina Porter aus Australien den Vortritt lassen. „Am Ende hatte ich keine Kraft mehr“, gab die nervöse Bruhn zu, deren 1:25,97 nicht an den Weltrekord von 1:24,30 von Porter heranreichten. (dpa)

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