Sport : Voller Hoffnung ins leere Stadion Alemannia Aachen sieht sich in Athen im Vorteil

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Aachen/Athen Offensichtlich hat AEK Athen Alemannia Aachen ein bisschen unterschätzt. Nur 150 Eintrittskarten für das letzte Gruppenspiel im Uefa-Cup haben die Athener nach Aachen geschickt. Vermutlich haben sie gedacht, dass ein deutscher Fußball-Zweitligist nicht so viele Fans haben wird. Wenn beide Mannschaften heute Abend (21.45 Uhr, zweite Halbzeit live in der ARD) aufeinander treffen, werden jedoch wesentlich mehr Anhänger der Alemannia im Stadion sein. In Athen interessiert das Spiel kaum noch jemanden. AEK hat keine Chance mehr, in die dritte Runde einzuziehen. Anders als die Aachener. Die würden bei einem Sieg als Dritter ihrer Gruppe H weiter im Uefa-Cup mitspielen dürfen und können damit etwas schaffen, was bisher noch keinem Zweitligisten gelungen ist.

Alemannias Trainer Dieter Hecking sieht einen Vorteil darin, dass sich das Zuschauerinteresse der Athener in Grenzen halten wird und wohl nur 5000 Fans ins Marousi-Stadion kommen werden. „Das kann uns entgegenkommen“, sagte Hecking. Ein bisschen Tivoli-Atmosphäre würde die Bestrebungen der Aachener erheblich erleichtern, immerhin ist AEK Athen, der Tabellendritte der ersten griechischen Liga, ein spielstarker Gegner.

„Nach dem Pokalfinale in Berlin ist es das wohl bedeutendste Spiel in der Vereinsgeschichte“, sagte Dieter Hecking. Ein Sieg wäre der gelungene Abschluss für ein äußerst erfolgreiches Jahr der Aachener. Im DFB-Pokal haben sie es nach Siegen gegen Bayern München und Borussia Mönchengladbach bis ins Pokalfinale geschafft, in der Zweiten Liga hatten sie bis zum letzten Spieltag die Chance aufzusteigen, und auch in dieser Saison zählt die Alemannia wieder zur Spitzengruppe ihrer Liga.

„Bislang haben wir eine herausragende Leistung gezeigt, aber man darf nicht denken, dass das eine leichte Aufgabe wird“, sagte Trainer Hecking am Dienstag vor dem Flug in die griechische Hauptstadt. Die sportliche Führung des Zweitligisten hat sich gewissenhaft auf das Spiel vorbereitet. Unmittelbar nach dem 2:3 bei Greuther Fürth am Freitagabend sind Hecking und Sportchef Jörg Schmadtke nach Griechenland geflogen, um AEK Athen im Meisterschaftsspiel bei AO Xanthi zu beobachten.

Personell muss der Aachener Trainer umstellen. Neben dem gesperrten Sergio Pinto wird Dennis Brinkmann wegen einer Achillessehnenentzündung nicht spielen. Für Brinkmann wird Willi Landgraf in die Startformation rücken, für Pinto Jens Scharping oder Daniel Gomez. Hecking wird auch in Athen an seinem offensiven 4-3-3-System festhalten: „Unsere Taktik werden wir nicht ändern. Die wird immer die gleiche sein. Egal, ob wir gegen einen Zweitligisten, AEK Athen oder Westwacht Aachen spielen.“ dpa

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