Volleyball : Die BR Volleys auf dem Weg zum Rhythmus

Nach dem Ausscheiden in der Champions League stehen die BR Volleys nun vor entscheidenden Wochen.

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Unglücklicher ging es kaum. Paul Lotman von den Volleys fischt nach dem Ball, Belgograd feiert.
Unglücklicher ging es kaum. Paul Lotman von den Volleys fischt nach dem Ball, Belgograd feiert.Foto: Imago/Wells

Berlin - Felix Fischer ist sehr hilfsbereit. Bevor sich der Mittelblocker der BR Volleys am Mittwochabend in die Kabine verabschiedete, fragte er die Journalisten höflich: „Braucht ihr noch was?“ Als Fischer dann keine Nachfragen mehr beantworten musste, war dieser lange, anstrengende Tag auch für ihn geschafft. Wie alle Berliner Spieler war der 32-Jährige nach der 1:3-Niederlage gegen Belogorie Belgorod und dem Ausscheiden aus der Champions League überaus erschöpft – und beim Fazit der Partie vollkommen hin- und hergerissen. „Wir haben lange richtig gut gespielt“, sagte Fischer. „Nur leider gab es bei uns ein paar Unkonzentriertheiten mehr als bei den Russen.“

Gegen den großen Favoriten standen die Volleys kurz vor einer Überraschung. Insgesamt erzielten sie lediglich vier Punkte weniger als der dreifache Champions-League-Sieger (90:94), im ersten Durchgang führten sie lange, im dritten hatten sie einen Satzball. Doch am Ende verloren sie eben mit 1:3. „Einerseits haben bei uns alle ihr Potenzial voll abgerufen“, betonte Sebastian Kühner. „Andererseits sind wir absolut enttäuscht. Wir mussten aber großes Risiko gehen, und dabei passieren auch mal Fehler.“

Dass die Berliner so eine starke Leistung zeigten, war umso bemerkenswerter, weil ihnen drei Stammspieler verletzt oder angeschlagen fehlten: Kapitän Robert Kromm, Zuspieler Tsimafei Zhukouski und kurzfristig auch Mittelblocker Tomas Kmet. So rückten Kühner und Fischer als Ersatz für Zhukouski und Kmet in den Vordergrund – und überzeugten. Auch Kaweh Niroomand war voll des Lobes. „Wir haben uns teuer verkauft“, betonte der Manager.

Und ganz vorbei ist es mit dem Europapokal für die Volleys noch nicht. Als einer der drei besten Gruppendritten können sie sich noch für den zweitklassigen CEV-Cup qualifizieren, mit derzeit sieben Punkten gehören sie zu diesen drei Klubs. Um diese Position zu halten, müssen sie aber am Dienstag in Izmir gewinnen. Vorher steht jedoch am Samstagabend in Bühl noch ein Bundesliga-Spiel an (20 Uhr/live auf Sportdeutschland.tv) – es ist die Generalprobe für das Pokalfinale gegen die Baden-Württemberger Ende Februar. Angesichts der vielen Verletzten hat Niroomand nun allein diesen Termin im Blick: „Spätestens bis dahin müssen alle wieder fit sein – damit wir endlich wieder in einen richtigen Rhythmus kommen.“ jne

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