VOLLEYBALL : Haching zieht gleich mit Berlin

Generali Hachings Volleyballer haben den Anschluss an die Topklubs geschafft - sie haben den Pokal gewonnen und stehen im Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Immo Eifler

BerlinEgal, wie das Spiel ausgehen mag, Friedrich Liebhart wird zufrieden sein. Der Manager des Volleyball-Bundesligisten Generali Haching kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, selbst wenn das vierte Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft am Donnerstag beim amtierenden Meister VfB Friedrichshafen verloren gehen sollte. Mit dem Pokalsieg und dem Finaleinzug hat sein Klub schon mehr erreicht, als er sich vor Saisonbeginn hätte wünschen können. Zumal sein Team zuletzt durch einen 3:0-Sieg in Spiel drei in der Finalserie nach dem Modus Best-of-five auf 1:2 verkürzen konnte.

Doch als Diplom-Kaufmann sieht Liebhart neben dem sportlichen Erfolg vor allem die wirtschaftlichen Vorteile. „Wir haben neue Angebote von Sponsoren bekommen, aber wir müssen die Sachen noch konkretisieren“, sagt der Hachinger Manager. Erfolg macht eben attraktiv. Mehr will der 39-Jährige noch nicht verraten. „Diese Saison hat uns finanziell sehr gut getan. Friedrichshafen spielt da natürlich mit einem Etat von 2,5 Millionen in einer ganz anderen Liga, doch ich denke, dass wir dieses Jahr mit dem SCC Berlin gleichgezogen haben.“ Der Verein will sich nun außerhalb des Spielfeldes im organisatorischen Bereich verstärken. Bereits zu Beginn dieser Saison verpflichtete man einen Kotrainer, nun sollen zusätzliche Neuerungen die Strukturen erweitern. „Unser Fokus liegt aber noch auf dem heutigen Spiel und hoffentlich auch auf nächstem Sonntag.“ Sollte Haching heute Abend gewinnen, käme es am Sonntag zu einem Entscheidungsspiel in Unterhaching. „Die Jungs werden kämpfen bis nichts mehr geht“, sagt Hachings Trainer Mihai Paduretu. Manager Liebhart erklärt: „Wir haben im Gegensatz zum VfB nichts zu verlieren und können ohne Druck aufspielen und Spaß haben.“

Die Hachinger Spieler haben aus dem 3:0-Erfolg Selbstvertrauen gewonnen. Trainer Paduretu sagt: „Das soll keine Kaffeefahrt an den Bodensee werden.“ VfB-Coach Stelian Moculescu hat den Gegner aus Oberbayern auch noch nicht abgeschrieben. „Der dritte Sieg ist immer der schwerste“, sagt Moculescu. Friedrich Liebhart bleibt optimistisch. „Die Meisterschaft wäre natürlich das i-Tüpfelchen auf dieser Saison. Nach dem 3:0 glaube ich wieder daran.“ Das freilich wäre eine Riesenüberraschung. Es wäre dann die erste Saison nach zwölf Jahren, in der Friedrichshafen keinen Titel gewinnt.

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