Sport : Volleyball: SCC startet mit 3:1 gegen Aufsteiger Rottenburg

Karsten Doneck

Berlin - Der Mann war dezent gekleidet: grauer Anzug, himmelblaues Hemd. Sein Verhalten neben dem Spielfeld passte so gar nicht zum seriösen Outfit. Er tanzte, jubelte, klatschte, schrie bei jeder gelungenen Aktion des TV Rottenburg, er schien völlig losgelöst. Jede gelungene Aktion geriet für ihn zum Festakt. Aber all der leidenschaftliche Einsatz von Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger nutzte nichts. Der Aufsteiger zur Volleyball-Bundesliga war dem SC Charlottenburg letztlich nicht gewachsen. Mit 3:1 (25:16, 25:19, 23:25, 25:19) startete der SCC vor 1255 Zuschauern in der Berliner Sömmeringhalle erfolgreich in die Saison.

Nur bis zur ersten Technischen Auszeit dauerte die Orientierungsphase der Charlottenburger. Nach einem 6:8-Rückstand zwang die Mannschaft von Trainer Michael Warm dem Gegner allmählich ihr Spiel auf. Warm vertraute dabei auf seine tschechische Achse: Neben Zuspieler Jaroslav Skach standen auch die beiden Neuzugänge, Libero Martin Krystof und Jiri Popelka für den Außenangriff, auf dem Feld. Krystof und Popelka zeigten zumindest in Ansätzen, dass sie bei fortschreitender Integration das Team gehörig verstärken werden. Überragend indes war der beim SCC längst etablierte Zuspieler, ihr Landsmann Skach.

Unnötige Mehrarbeit halsten sich die Charlottenburger jedoch im dritten Satz auf, den sie nach 20:18-Führung aufgrund von Konzentrationsschwächen und Leichtsinn noch 23:25 abgaben. Der Herr im grauen Anzug geriet da schier aus dem Häuschen, kriegte sich aber dann doch schnell wieder ein, weil sein Team im vierten Satz wenig zu bestellen hatte. Karsten Doneck

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