Volleyball-Weltliga : Zweiter Sieg gegen Kuba

Mit ihren ersten beiden Erfolgen haben sich Deutschlands Volleyballer in der Weltliga zurückgemeldet. Einen Tag nach dem lockeren 3:0-Sieg gegen Kuba bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen die Kubaner am Sonntag mit 3:1 (25:23, 25:22, 24:26, 25:23). Sie offenbarte jedoch immer wieder Abstimmungsprobleme.

Vor 2200 Zuschauern in Bremen hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) gegen den Weltranglisten-Sechsten erheblich mehr Probleme als noch am Samstag. Dennoch feierte das stark verjüngte DVV-Team eine erfolgreiche Generalprobe für die Duelle am kommenden Wochenende in Nis gegen Serbien. Russland und Italien, gegen das Deutschland seine ersten beiden Weltliga-Partien verloren hat, sind jedoch in Gruppe B eine Klasse für sich.

Nach dem mühelosen 3:0 (25:18, 25:19, 25:16) am Samstag taten sich die DVV-Schmetterkünstler nun erwartungsgemäß schwerer. Kubas Coach Orlando Samuels hatte seine Jungs besser eingestellt. Annahme und Angriff funktionierten effektiver. Im ersten Aufeinandertreffen in Bremen hatten die DVV-Männer Kuba vor allem mit ihren Flatterbällen schier zur Verzweiflung gebracht.

„Wir sind eine junge Mannschaft, die erst zusammenwachsen muss“, betont Heynen. „Wir wollen schauen, ob unsere Spieler international mithalten können.“ Gegen Kuba gelang das. Auch wenn dort das Fehlen von Superstar Wilfredo Leon überdeutlich ist. „Ohne ihn haben sie keinen Führungsspieler“, beschreibt Heynen das Dilemma. Der kubanische Verband sperrte den 19-Jährigen für vier Jahre, weil er künftig im Ausland Geld verdienen will.

Die Deutschen konnten sich im ersten Durchgang nie entscheidend absetzen, teilweise lagen sie sogar knapp in Rückstand. Doch die Mannschaft um Kapitän Jochen Schöps, der mittlerweile 261 Einsätze vorzuweisen hat, bewahrte die Ruhe. Dennis Kalierda verwandelte den zweiten Satzball zum 25:23.

Der DVV-Motor stotterte auch im zweiten Abschnitt. Bis auf 14:9 konnten sich die nimmermüden Kubaner absetzen. Schöps & Co. brachten sich immer wieder durch leichte Fehler, etwa beim Aufschlag, um den Lohn. Trotz des permanenten Hinterherhechelns rappelte sich der Weltranglisten-Zehnte auf. Nach dem 22:22 machten Heynens Männer die entscheidenden drei Punkte in Serie.

Vor den Augen von DVV-Präsident Thomas Krohne leisteten die Kubaner, die im Gegensatz zum ersten Kräftemessen mehr Struktur in ihrem Spiel hatten, weiter erbitterten Widerstand. Der Lohn: Der Gewinn von Abschnitt drei. Heynens Schützlinge fingen sich aber rechtzeitig wieder und konnten den starken Block des Gegners bezwingen. Nun wartet mit Serbien ein ungemein schwererer Gegner. Heynen hat großen Respekt vor dem Siebten der Weltrangliste: „Sie sind noch sehr jung, haben aber unglaublich viel Potenzial.“ dpa

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