Sport : Volleyballer überzeugen im Sand

-

Athen Die deutschen Beachvolleyballer haben ihre olympischen Auftaktspiele gewonnen. Trotz starker Hitze gelangen Markus Diekmann und Jonas Reckermann (Moers) sowie Stephanie Pohl und Okka Rau (Hamburg) am Strand von Piräus, gute Spiele. Die an Nummer Vier gesetzten Europameister Dieckmann und Reckermann setzten sich am Samstag bei hohen Temperaturen und Windstille auf dem Platz gegen Paul Papaleo und Ramon Hernandez (Puerto Rico) mit 21:14 und 21:13 durch. Stephanie Pohl und Okka Rau (Hamburg) besiegten die Chinesinnen Lu Wang/Wenhui Ju 21:17, 21:18.

„Klar haben wir eine Chance auf eine Medaille, das brauchen wir nicht zu verhehlen. Aber Topfavoriten bleiben die Brasilianer“, sagte Reckermann, der im Juni mit seinem Partner das Weltserien-Turnier in Berlin gewonnen hatte. Vor vier Jahren bei den Spielen in Sydney holten Jörg Ahmann und Axel Hager Olympia-Bronze. „Wir sind eine der Sportarten, in der Olympia alles ist und wollen einfach Spaß haben. Dass wir als Mitfavoriten angesehen werden, empfinden wir als Auszeichnung“, erklärte Markus Diekmann, dessen Bruder Christoph am heutigen Sonntag (9.00 Uhr) gemeinsam mit Andreas Scheuerpflug gegen das brasilianische Team Benjamin und Araujo spielt.

Die Europameisterschafts-Fünften Stephanie Pohl und Okka Rau zeigten mit ihrem Sieg gegen die starken Chinesinnen auch eine Trotzreaktion in Richtung ihres ehemaligen Trainers Marco Solustri. Dieser hatte den an Nummer sieben gesetztem Duo drei Wochen vor Athen die Zusammenarbeit aufgekündigt. „Wir wollten ihm zeigen, dass das nicht der richtige Weg war“, sagte Okka Rau, die erst einmal die Gruppenspiele erfolgreich überstehen will. Stephanie Pohl sagte hingegen: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir hier fast jeden schlagen.“ Das vierte deutsche Team, Susanne Lahme und Danja Müsch (Düren), bestreitet sein Auftaktspiel am Sonntagabend (20.00 Uhr) gegen das griechisches Duo Koutroumanidou und Avanti.

Bei hohen Temperaturen bereits am Vormittag verschaffte der Wind vom Meer nur auf den oberen Reihen der Zuschauertribünen etwas Abkühlung. „Es war schon brutal heiß, unten ging kein Wind“, sagte Markus Diekmann. „Der Sand ist relativ tief. Zum Springen ist er okay, aber zum Bewegen relativ langsam.“ Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben