VOLLEYBALLER weiter : Kampflos im Viertelfinale

Die beste Nachricht des Tages erreichte Deutschlands Volleyballer lange bevor sie am Montagabend (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) gegen Brasilien zu ihrem letzten Gruppenspiel antraten: Russland schlug Serbien 3:0 (25:15, 25:20, 25:17) und ebnete den Deutschen vorzeitig den Weg ins Viertelfinale. Zum ersten Mal seit Olympia 1972 hat es eine deutsche Männermannschaft im Volleyball unter die besten acht Nationen geschafft. Damals holte die DDR Silber. Davon sind die Spieler von Bundestrainer Vital Heynen zwar noch ein gutes Stück entfernt, trotzdem dürfen sie stolz sein auf das bisher Erreichte. Nach den zwei deutlichen Auftaktniederlagen gegen Russland und die USA sowie dem 0:2-Satzrückstand gegen Serbien sah es so aus, als sollten Georg Grozer und Co. bei den Spielen in London sang- und klanglos untergehen. Doch dann drehten sie das Spiel gegen die Serben und kämpften sie sich zurück ins Turnier. „Wir lassen nicht in der Mitte eines Spiels die Köpfe hängen“, sagte Grozer, der zum Sieg überragende 39 Punkte beigesteuert hatte. „Diese Mannschaft gibt niemals auf.“

So siegten die Deutschen auch gegen Tunesien – und sämtliche Befürchtungen, die Russen könnten es gegen die Serben zu locker angehen lassen, bewahrheiteten sich nicht. Die Serben waren chancenlos, nach 71 Minuten war die einseitige Partie gelaufen.

Später am Abend konnten es die Deutschen locker angehen lassen und das abschließende Gruppenspiel gegen die Brasilianer genießen. Die nächste große Herausforderung wartet am Mittwoch: Im Viertelfinale geht es gegen Bulgarien, keine unlösbare Aufgabe. Felix Meininghaus

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