Sport : Volleyballteam veliert sich ins Halbfinale

Felix Meininghaus

Halle/Westfalen - Die „Schlacht“, die Giovanni Guidetti ausgerufen hatte, war schnell vorbei. In der Begegnung mit Holland hatten die vom Italiener trainierten deutschen Volleyballerinnen schon nach 26 Minuten gesiegt, obwohl das Spiel noch gar nicht vorbei war. Die letzte Chance für beide Teams auf einen Olympia-Startplatz erhielten sich die Deutschen: Während die Holländerinnen einen klaren Erfolg benötigt hätten, reichte Giudettis Team ein Satzgewinn, um ins Halbfinale des Qualifikations- Turniers in Halle/Westfalen einzuziehen. Als Cornelia Dumler einen Angriff vor die Füße von Hollands Libero Janneke van Tienen platzierte, war dies mit 25:22 gelungen. „Die Erleichterung war riesig“, sagte Angreiferin Hanka Pachale. Beim Rest der Begegnung vor 7000 Zuschauern ging es vor allem darum, die Kräfte zu schonen. Deutschland verlor das Spiel folgerichtig 1:3 (25:22, 25:27, 15:25, 23:25).

Guidetti war trotz der Niederlage selbstredend „zufrieden, schließlich ist es vor allem darum gegangen, weiterzukommen“. Nun gilt es, noch zwei Partien positiv zu gestalten, um den Traum von Olympia zum vierten Mal in Folge perfekt zu machen. Die Aufgaben, die dabei bewältigt werden müssen, werden nicht leichter. Im Gegenteil: Heute (17.30/Eurosport) wartet mit Weltmeister Russland ein Gegner, der normalerweise nicht zu bezwingen ist. Doch diese Konstellation hat es in der Geschichte der letzten zwölf Jahre so oft mit unerwartetem Ausgang gegeben, dass die Deutschen auch dieses Mal wieder an das Wunder glauben. „Russland ist die mit Abstand beste Mannschaft hier, keine Frage“, sagt Pachale. „Da haben wir keine Chance, aber die werden wir nutzen.“ Guidetti formuliert die Ausgangslage so: „Wir müssen 120 Prozent bringen und hoffen, dass Russland nicht den besten Tag erwischt.“ Felix Meininghaus

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