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Volleys in der Champions League : Einmal Nowosibirsk und zurück

01.11.2012 18:44 Uhrvon
Berliner Block. Die sechs Volleys-Fans in der Halle von Nowosibirsk. Foto: privatBild vergrößern
Berliner Block. Die sechs Volleys-Fans in der Halle von Nowosibirsk. - Foto: privat

Volleys-Fan Bernd Paul hat sein Team zum Champions-League-Spiel nach Sibirien begleitet. Wie er die Reise durch sechs Zeitzonen erlebt hat, erzählt er im Tagesspiegel.

Berlin - In der Halle von Lokomotiv Nowosibirsk leuchtete ein Block in Orange und skandierte Berliner Fangesänge. Über 5000 Kilometer von der heimischen Max-Schmeling-Halle entfernt, hatten sechs Fans vom Fanklub „Der 7. Mann“ ihre leuchtenden BR-Volley-Shirts angezogen. „Das ist schon eine phänomenale Zahl“, findet Bernd Paul, der die Mannschaft seit mehr als zehn Jahren unterstützt. Um den Fanblock aufzufüllen, brachte der Fanclub extra T-Shirts mit und rekrutierte kurzerhand die Mitarbeiter des deutschen Konsulats. Am Ende kamen immerhin 19 Berliner Fans zusammen. „Die haben uns dann akustisch unterstützt“, freut sich Paul.

Die Reise zum östlichsten Spiel der Volleyball-Champions-League-Spiel begann Dienstagabend um 17 Uhr.

Ein harter Kern von BR-Volley-Fans brach in Berlin zur zehnstündigen Flugreise Richtung Sibirien auf. Nach einem Zwischenstop in Moskau landete die Gruppe um neun Uhr Ortszeit in Nowosibirsk. Während Berlin noch schlummerte, ging der Tag für Bernd Paul und seine Volleyballfreunde sofort los. Mit dem Bus fuhren sie ins Hotel. Der erste Eindruck: „Ganz fürchterlich.“ Von außen habe man das Mauerwerk des 22-stöckigen Gebäudes gesehen. Umso überraschter waren sie von den „top eingerichteten“ Zimmern. „Das war schon ein extremer Kontrast“, erzählt der 50 Jahre alte IT–Fachmann.

Starke Gegensätze auch beim Ausblick: Während einige Mitreisende den historischen Nowosibirsker Bahnhof vor dem Fenster hatten, schaute Paul auf eine Wohnsiedlung, die seiner Meinung nach wenig Charme versprühte: „Das war schon Marzahn hoch zwei.“

Umso netter war dafür der Empfang durch die Mitarbeiter des deutschen Konsulats. Sie unterstützten die Berliner nicht nur beim Jubeln in der Halle, sondern halfen auch bei Verständigungsproblemen mit den Kellnern im Hotelrestaurant, die oft kein Englisch sprachen. Zum Sightseeing kamen die Gäste nicht. Schließlich waren die Unterstützer vom „7. Mann“ zum Volleyballgucken da. Ein Mittagsschläfchen gegen den Jetlag und auf ging’s zum Spiel.

Bei den Volleys dürfen Fans noch im Mannschaftsbus mitfahren. Mit Polizeieskorte und Blaulicht ging es durch den dichten Verkehr zur Halle am Rand der sibirischen Millionenmetropole. So etwas hatte Paul bei seinen 160 Auswärtsreisen noch nicht erlebt. „Das war schon eine ganz nette Geschichte.“ Pauls Eindruck von der Stadt, die er nur aus dem Busfenster zu sehen bekam: „Das ist eine reine Industriestadt, Plattenbauten en masse – freiwillig würde ich da nicht hinfliegen.“

Zum Abschied zog Nowosibirsk ein Kleid aus Schnee an. „Als wir aufwachten, war alles weiß.“ Zusammen mit dem Team machten sich die Fans am Donnerstag um 9.30 Uhr Ortszeit auf den Rückweg und kamen zehn Stunden später, um 13.30 Uhr Berliner Zeit, an. Trotz der 1:3-Niederlage wird sich Bernd Paul die Bilder von der Reise noch oft ansehen. Mit seinem „eingeschworenen Haufen“ vom „7. Mann“ will er auch beim nächsten Champions-League-Spiel bei Ceske Budejovice dabei sein. Bis dorthin sind es 500 Kilometer – ein Zehntel der Strecke nach Sibirien. Nantke Garrelts

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