Volunteers : Die heimlichen Stars der Spiele

Dass ein Großprojekt wie die Winterparalympics 2010 in Vancouver ohne perfekte Organisation nicht funktionieren würde, steht außer Frage. Doch wer sorgt eigentlich für den reibungslosen Ablauf bei den verschiedenen Sportevents?

Leonie Arzberger,Franziska Ehlert
Paralympics 2010 - Ski alpin Foto: dpa
Helfende Hände. Ohne die "Bluejackets" geht bei den Paralympics nichts. -Foto: dpa

Es sind die 25.000 freiwilligen Helfer, die ihre Zeit opfern, um Zuschauern und Sportlern ein einzigartiges Erlebnis zu garantieren. Aus dem Wunsch heraus, einen Beitrag zu den Spielen im eigenen Land zu leisten, hatten sich Menschen aus allen Teilen Kanadas als Volunteer beworben. Eine der Helferinnen erklärt uns: "Es ist uns eine große Freude, die Welt in unserer Heimat willkommen zu heißen."

Das motiviert die Volunteers, die von allen auf Grund ihrer Uniform liebevoll "Bluejackets" genannt werden, hinter den Kulissen großartige Arbeit zu vollbringen. In ihrer Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft lassen sie sich nicht beirren, ganz egal, ob es in Strömen regnet oder sie den ganzen Tag als Wächter in einer Tiefgarage verbringen müssen.

Großer Enthusiasmus bei den Freiwilligen

Einige der Volunteers opfern sogar ihren Urlaub. So auch einer der "Bluejackets" in Whistler, der uns schmunzelnd erzählt: "Mein Vater war Athlet im kanadischen Segelteam bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Da er nicht mehr unter uns weilt und ich wohl das unsportlichste Familienmitglied bin, habe ich so einen Weg gefunden, die olympische Tradition meiner Familie aufrecht zu erhalten."

Diese Begeisterung zeigen sie bei allen Aufgaben, die ihnen zugeteilt werden - sei es die Kontrolle der Eintrittskarten und Akkreditierungen oder das Präparieren der Pisten. Schon im Vorfeld wurde ihnen viel abverlangt: Durch einen Backgroundcheck und viele Trainingseinheiten rückte auch das Privatleben für die Zeit vor und während der Spiele in den Hintergrund: "Ich bin in Rente und normalerweise passe ich lediglich auf meinen Enkelsohn auf oder gehe Skifahren. Deshalb dachte ich, es wäre nur fair, mich zu melden - und zwar nicht nur für die Olympischen, sondern auch für die Paralympischen Spiele", sagt eine der Freiwilligen, die beispielhaft für den Enthusiasmus der Kanadier stehen könnte. So kann man in voller Überzeugung dem IPC-Präsidenten Phil Craven zustimmen, wenn er zu den Volunteers sagt: "Nothing would work without you!"

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