Sport : Vom Angriff gerettet

Die Füchse-Handballer besiegen Hannover 36:28

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Berlin - Zum Feiern hatten die Füchse-Fans in dieser Saison einige Anlässe. Kein Wunder, dass es auch die 8196 in der Schmeling-Halle im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal so richtig krachen lassen wollten. Das Team von Trainer Dagur Sigurdsson gab ihnen dazu ausreichend Gelegenheit. Mit 36:28 (16:14) besiegten die Berliner den TSV Hannover-Burgdorf recht standesgemäß. Damit begannen sie die zweite Halbserie ebenso erfolgreich, wie es ihnen bereits zum Auftakt der Spielzeit beim 26:18 gegen den selben Gegner gelungen war. „Dennoch drücken die acht Tore nicht den wahren Unterschied aus, Hannover hat uns sehr unter Druck gesetzt“, sagte Sigurdsson, der zudem anmerkte: „Auch dieses Spiel hat gezeigt, dass die handballerische Qualität im Dezember zurückgeht. Wer gut wechseln kann und damit Kräfte spart, hat Vorteile.“ Dieses Plus hatten diesmal die Füchse auf ihrer Seite.

Ein Spieler war bei den Berlinern offensichtlich besonders motiviert: Konrad Wilczynski. Am Mittwoch hatte der Österreicher erfahren, dass er keinen neuen Vertrag bekommen wird. Von Frust war beim schnellen Linksaußen nichts zu spüren, im Gegenteil. Mit sechs seiner insgesamt zehn Tore in den ersten 30 Minuten sorgte er dafür, dass die Hannoveraner, die anfangs schnell, geschickt und erfolgreich agierten, nicht davonziehen konnten. Elf Paraden von Torhüter Silvio Heinevetter und eben Wilczynski, waren gegen die Gäste das Beste, was der Tabellenzweite zu bieten hatte. Es reichte, um aus einem 5:6 in der 11. Minute ein 14:10 nach 22 Minuten werden zu lassen. Hannover hatte dabei das Pech, dass sich Aivis Jurdzs, der bis zur 18. Minute bereits fünf Treffer erzielt hatte, eine Beinverletzung zuzog und nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Damit waren wir schon sehr geschwächt, uns gingen die Alternativen aus“, sagte TSV-Trainer Aron Kristjansson.

Nach einem sicheren Sieg für die Füchse sah es dennoch lange nicht aus. Bis zur 42. Minute (23:21) gelang es ihnen nicht, sich abzusetzen. Schließlich „rettete uns der Angriff“, befand der Füchse-Trainer. Allen voran Sven-Sören Christophersen mit acht Toren und Alexander Petersson mit sechs. „Christophersen hat eine länderspielreife Leistung geboten“, lobte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning den Halblinken. Für ihn steht außer Frage, dass Christophersen im Januar im deutschen WM-Aufgebot für Schweden stehen wird.

Für den letzten Treffer des Tages sorgte jedoch erneut Konrad Wilczynski. Dass die jubelbereiten Fans ihn dann besonders feierten, kam nicht von ungefähr. Aber bis zum Juni 2011 bleibt er ihnen ja noch erhalten. Dann wollen die Füchse mit ihm und dem Anhang den Platz in einem der europäischen Wettbewerbe feiern.

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