Sport : Vom Mitfavoriten zum Helfer

Felix Neureuther scheitert im ersten Durchgang und hilft Fritz Dopfer auf Rang 14

Ausrutscher im Nebel. Felix Neureuther fährt nur auf Rang 38. Foto: AFP
Ausrutscher im Nebel. Felix Neureuther fährt nur auf Rang 38. Foto: AFPFoto: AFP

Levi – Der erste Slalom der neuen Saison hat den Männern des Deutschen Skiverbandes gleich die ersten Weltcup-Punkte beschert. Allerdings nicht für den Mitfavoriten Felix Neureuther, wie man erwarten konnte, sondern für seinen Teamkollegen Fritz Dopfer. Mit Platz 14 überraschte er im finnischen Levi alle Experten. Der Franzose Jean-Baptiste Grange gewann, und Felix Neureuther qualifizierte sich nach einem Fehler im ersten Durchgang nicht für den zweiten.

Nach Maria Rieschs zweitem Platz am Vortag und Dopfers Weltcup-Punkten fällt das Wochenendfazit des Deutschen Skiverbandes (DSV) positiv aus. „Auch wenn man einen sichergeglaubten Sieg von Maria Riesch noch vergeben hat, können wir uns schon noch über zweite Plätze freuen“, sagte Wolfgang Maier, Alpin-Direktor des DSV. Nach dem Aus von Neureuther hatte er noch auf ein „lachendes und ein weinendes Auge“ verwiesen. Dann kam Dopfer. An der Bewertung des Abschneidens der Damen gab es ohnehin nichts zu rütteln. Neun im Finale, acht in den Punkten, und Susanne Riesch als Vierte und Fanny Chmelar auf Rang zehn gut platziert – das kann sich sehen lassen.

Knapp drei Monate vor den Weltmeisterschaften zu Hause in Garmisch-Partenkirchen und zu Beginn eines langen Weltcup-Winters haben die DSV-Technikteams nach einem Riesenslalom und einem Slalom eine Gewissheit: Die Vorbereitung hat gepasst. „Es ist gut zu wissen, dass wir im Sommer alles richtig gemacht haben und ganz vorn mitfahren können“, sagte Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch, wenngleich sie der verfehlte Sieg wurmte. „Sonst wäre man kein richtiger Rennfahrer“, sagte die 25 Jahre alte Partenkirchenerin.

Nur für Felix Neureuther, der in Levi auf Rang 38 kam, lässt sich der WM-Winter unglücklich an. In Sölden wurde der Riesenslalom nach einer guten Vorstellung des 26-Jährigen wegen Nebels zur Halbzeit abgebrochen, in Levi mussten Neureuther und Julien Lizeroux als erste Starter ran. „Wir waren ein bisschen die Crash-Test-Dummies“, sagte der zweimalige Weltcup-Gewinner, der nach knapp 23 Fahrsekunden ein Ausscheiden noch auf akrobatische Weise verhindern konnte, aber den zweiten Durchgang mit seinem Rückstand nicht mehr erreichen konnte.

„Mit Levi hab ich noch keinen Frieden schließen können“, sagte Felix Neureuthter. Immerhin halfen seine Hinweise per Funk dem zweiten deutschen Fahrer. Fritz Dopfer erreichte nach einer „richtig guten Leistung“, wie Neureuther fand, das Finale. „Ich bin sehr froh, dass ich das zum ersten Mal geschafft habe“, sagte der 23-jährige Dopfer. Mit seinem Platz unter den besten 15 sicherte er sich die halbe WM-Qualifikation. Tsp/dpa

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