• Von allem etwas in der Europa League Keller siegt, Bayer schont sich und der BVB hadert

Sport : Von allem etwas in der Europa League Keller siegt, Bayer schont sich und der BVB hadert

Berlin - In Dortmund war die Ernüchterung nach dem Schlusspfiff regelrecht greifbar. Auch im zweiten Heimspiel in der Europa League gelang Borussia Dortmund kein Sieg. Und erneut musste die junge Mannschaft des BVB anerkennen, dass ihr international noch etwas fehlt. Der Bundesliga-Spitzenreiter musste sich nach einem späten Gegentreffer mit einem 1:1 (0:0) gegen Paris St. Germain begnügen. Nachdem Nuri Sahin sein Team durch einen an Jakub Blaszczykowski verursachten Foulelfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit in Führung gebracht hatte, kassierten die Dortmunder vor 50 200 Zuschauern in der Schlussphase durch den eingewechselten Clement Chantome noch den Ausgleich, der durch Auflösungserscheinungen in der Defensive der Borussia begünstigt wurde. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp war trotz der verlorenen Punkte nicht unzufrieden: „Immerhin haben wir gesehen, dass wir Paris auch auswärts schlagen können.“ Das Rückspiel in Frankreich findet in zwei Wochen statt und ist für den BVB, der mit drei Punkten weiterhin auf dem dritten Platz der Gruppe J rangiert, ein echtes Endspiel.

Bayer Leverkusen hat in Saloniki dagegen mit einer besseren B-Auswahl einen großen Schritt in Richtung K.-o.-Runde gemacht. Der von Trainer Jupp Heynckes gegenüber dem Auswärtsspiel in Wolfsburg völlig neu formierten Mannschaft gelang bei Aris Saloniki ein 0:0. Heynckes schonte die Stammkräfte Schwaab, Barnetta, Sam, Derdiyok und Vidal für das Spitzenspiel in der Bundesliga am Sonntag gegen den Tabellenzweiten Mainz. Leverkusen stand vor 22 000 Fans vor allem in der Defensive sicher und kontrollierte die Partie, ohne allerdings zu glänzen. Die Griechen brachten ebenfalls kaum etwas zustande. Und so blieb ein dreiminütiges Feuerwerk außerhalb des Stadions der einzige Höhepunkt an diesem torlosen Abend. Saloniki ist im Europapokal nach diesem Ergebnis zu Hause seit mehr als 40 Jahren ungeschlagen. Heynckes zeigte sich deshalb nach dem Abpfiff auch zufrieden. „Man hat gesehen, dass das Stadion ein Hexenkessel ist“, sagte der 65-Jährige. „Mit dem Punkt können wir gut leben."

Auch der VfB Stuttgart, der Tabellenletzte der Bundesliga, ist dem Einzug in die Zwischenrunde mit einem 1:0-Heimsieg gegen den FC Getafe ein gutes Stück näher gekommen. Vor 17 400 Zuschauern erzielte Ciprian Marica, der den Vorzug vor dem Russen Pawel Pogrebnjak erhalten hatte, nach einer knappen halben Stunde das 1:0 für den VfB. Bei der Heimpremiere des neuen Trainers Jens Keller bemühten sich die Stuttgarter um spielerische Akzente, gingen aber gegen die weitgehend harmlosen Spanier zu fahrlässig mit ihren Tormöglichkeiten um. Erst mit der Führung gewann ihr Spiel schließlich an Kontur. So konnten die Schwaben am Ende den ersten Erfolg gegen eine spanische Mannschaft nach 21 Jahren feiern und sind nach ihrem dritten Erfolg im dritten Spiel der Gruppe H weiterhin souverän Tabellenführer. dpa

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