Sport : Von Boxern für Nicht-Boxer Die Klitschkos legen eine uneitle Autobiografie vor

Michael Rosentritt

Die Klitschkos sind mehr als nur Boxer. In ihrem Buch zeichnen die beiden Ukrainer ein relativ uneitles Bild ihres Lebens. Das Buch ist kurzweilig, Koautor Fred Sellin hat fein formuliert, dreht aber den einen oder anderen Kringel zu viel. Die beiden Brüder erzählen etwa von der Kindheit in Kasachstan, dicht an der chinesischen Grenze, in Kirgisien und der Ukraine. Da der Vater Offizier der Roten Armee war, zogen die Klitschkos mehrmals um. Das Buch erzählt von Witalis erstem Kuss und Boxversuchen, während Wladimir zum Breakdance ging. Sie erinnern sich an ihre sozialistische Erziehung, ihr strenges Elternhaus und an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, deren Auswirkungen sie hautnah in Kiew erleben. Und natürlich erzählen sie hübsche Anekdoten aus der Welt der Gagen und Gangster. Sie schildern ihre Triumphe, aber auch die Momente böser Niederlagen. Das Buch der Boxer ist kein Buch nur für Boxer. Weil die beiden Brüder paritätisch bedacht werden, ist es vielleicht ist es ein bisschen viel Klitschko, aber solo funktionieren sie nun mal nicht.

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