Sport : Von der Hand ins Tor

Manfred Amerell

Es läuft die Anfangsphase zwischen Stuttgart und Hertha BSC. Mario Gomez springt der Ball im Strafraum an die Hand, bevor der VfB-Stürmer ihn ins Tor schießt. Schiedsrichter Florian Meyer gibt das Tor nicht. Zu Recht, Herr Amerell?

Bei solchen Handspielen sind Entscheidungen häufig wie ein Griff in die Tombola-Trommel. Pfeift man für die eine Partei, ist die andere sauer. Schiedsrichter Meyer stand da, wo er hingehört. Er hatte sowohl die Szene als auch den Linienrichter im Blickfeld. Vielleicht hätte er, auf der anderen Seite des Strafraums stehend, anders entschieden. Der Winkel ist häufig entscheidend, manchmal hat man Glück und manchmal Pech damit. Handspiele lösen häufig Diskussionen aus. Eines ist dabei ganz wichtig festzuhalten: Handspiele sind ausschließlich bei Absicht zu ahnden. Das allein ist das Kriterium. Selbst wenn einem Spieler der Ball mit voller Wucht an die Hand geschossen wird und er von da ins Tor springt, zählt der Treffer. Dass sich ein Spieler einen Vorteil verschafft, ist in diesem Fall unerheblich. Ich kann mich erinnern, dass so ein Tor im alten Münchner Olympiastadion für 1860 gegen Hertha gefallen ist. Die Proteste waren natürlich groß.

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