Sport : Von der Schwäche zur Stärke Albas Center haben sich

zuletzt sehr gesteigert.

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Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Berlin - Vielleicht haben Trainer ein besonderes Auge für diese Dinge. Albas Coach Gordon Herbert sagt jedenfalls, man könne seinem Center Torin Francis dessen neues Selbstvertrauen anmerken: „Man sieht es an seinem Gang.“ Nun sah der 28-Jährige auch zuvor nicht gerade verschüchtert aus, wenn er sich über das Feld bewegte. Seine Schritte sind schwer und lang, die mächtigen Arme schwingen dabei am Oberkörper entlang. Alles an dem US-Amerikaner ist groß: die Hände, die Füße, der Kopf – sogar die Rastafrisur. In den vergangenen Spielen gelang es Torin Francis aber auch viel besser, seine beeindruckende Physis sinnvoll einzusetzen: Gegen Trier gelang ihm mit 18 Punkten am vergangenen Wochenende seine bisherige Bestleistung in der Bundesliga, am Dienstag war Francis mit 16 Punkten ohne Fehlwurf auch im Eurocup einer der besten Berliner. Auch heute, wenn der Tabellenzehnte BBC Bayreuth um 20 Uhr in der Arena am Ostbahnhof zu Gast ist, wird Francis mit Sicherheit wieder in Herberts Startformation stehen.

Albas Center sagt selbst, er fühle sich inzwischen wohler in Berlin und habe verstanden, was sein Trainer von ihm will. Herbert verlangt von seinen Spielern, dass sie an ihren Schwächen arbeiten, mit den Fortschritten seines Centers ist er im Moment sehr zufrieden. „Er hat sich in vielen Details verbessert“, sagt der Kanadier. Ein filigraner oder auch nur eleganter Basketballer wird aus Torin Francis nicht mehr werden, dafür hat ihn Alba auch nicht verpflichtet. Der Center punktet nur in Korbnähe, oft auf Vorlagen der Aufbauspieler, die ihm den Ball so servieren, dass er nur noch verwerten muss. Und hat Francis erst einmal nah am Korb den Ball, kann der Gegner gegen seine 2,10 Meter und 120 Kilo kaum mehr etwas machen.

Der Berliner Trainer konnte sich zuletzt auch über Yassin Idbihi freuen, seinen zweiten großen Mann, der sich immer besser in Herberts System zurechtfindet und Francis entlastet. „Einige Leute haben sich Anfang der Saison Sorgen gemacht, dass wir auf der Centerposition ein Problem haben“, sagt Gordon Herbert. „Einige Leute dachten, das wäre unser Schwachstelle – jetzt ist es unsere Stärke.“

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