Sport : Von der Zuschauerin zur Torjägerin Mandy Hering begeistert bei der Handball-WM

Dijon - Unbekümmert, schnell und erfolgreich: Mandy Hering ist die Aufsteigerin im Team der deutschen Handballerinnen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich. „Es läuft super, daran hätte ich nie gedacht, dass ich so viel spielen würde. Das ist ein bisschen wie ein Traum“, sagt die 23-Jährige vom Bundesligisten FHC Frankfurt/Oder. Schon im Vorjahr stand sie kurz davor, noch für die Europameisterschaft in Schweden nominiert zu werden, schaffte es dann aber doch nicht mehr. In diesem Jahr kam Bundestrainer Armin Emrich an Hering, die am Dienstagabend im Hauptrundenspiel gegen Rumänien ihr 29. Länderspiel absolvieren sollte (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe beendet), nicht vorbei.

„Mandys Entwicklung ist richtig toll. Sie ist torgefährlich und immer dann zur Stelle, wenn man sie braucht. Sie kennt ihre Rolle und füllt sie hervorragend aus“, sagt Emrich. Hering selbst war davon ausgegangen, dass sie in Frankreich die Nummer zwei auf ihrer Position hinter Nadine Härdter vom Thüringer HC sein würde. Beim 35:32-Zittersieg gegen Polen durfte sie am Sonntag erstmals von Beginn an auflaufen, nachdem sie zuvor Akzente auf der linken Außenbahn gesetzt hatte. Meist wurde sie vorher erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt.

Mit dem FHC wurde sie 2003 deutscher Pokalsieger und 2004 Deutscher Meister. Schon mit 18 Jahren debütierte sie in der Frauen-Nationalmannschaft, doch erst jetzt schaffte sie den Durchbruch. Vor der WM war ihr größtes Erlebnis das Testspiel gegen Weltmeister Russland in Riesa im März, das sie mit sechs Treffern fast alleine entschied. Gleich in ihrem ersten Spiel bei einer WM, der Vorrunden-Partie gegen Paraguay, gehörte sie mit erneut sechs Treffern zu den erfolgreichsten Werferinnen. Ihr Wunsch für die letzte WM-Woche ist klar formuliert: „Am Sonntag soll was um meinen Hals baumeln – und nicht nur die Akkreditierung.“ dpa

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