Sport : Von Holland bis zur Elfenbeinküste

Das Teilnehmerfeld für die WM 2006 in Deutschland zeichnet sich immer deutlicher ab

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Die holländische FußballNationalmannschaft hat sich zum achten Mal für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Die Elf von Bondscoach Marco van Basten löste durch einen 2:0 (2:0)-Sieg gegen Tschechien in Prag das Ticket für die Endrunde in Deutschland und ist seit nunmehr 15 Partien unbesiegt. HSV-Regisseur Rafael van der Vaart brachte Holland in Führung, Barry Opdam erhöhte auf 2:0. Dortmunds Profi Tomas Rosicky scheiterte mit einem Foulelfmeter an Hollands Schlussmann van der Sar (30.).

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Auch England und Polen haben es in Gruppe 6 geschafft. England quälte sich nach einer Gelb-Roten Karte für David Beckham (60.) in Unterzahl zu einem 1:0-Sieg über Österreich. Für die Entscheidung sorgte Frank Lampard mit einem verwandelten Foulelfmter (25.). Unabhängig vom Ausgang der Partie am Mittwoch zwischen England und Polen sind bereits jetzt beide Mannschaften für die WM qualifiziert, weil der Unterlegene in jedem Fall zu den beiden besten Gruppenzweiten gehört.

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Italien qualifizierte sich mit einem 1:0 gegen Slowenien. Die Italiener sind in Gruppe 5 uneinholbar Tabellenführer.

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Nur noch theoretische Chancen auf die WM-Teilnahme hat Europameister Griechenland. Die Elf von Trainer Otto Rehhagel unterlag in Kopenhagen Dänemark 0:1. Michael Gravgaard schoss kurz vor der Pause das entscheidende Tor. In dieser Gruppe haben hinter der bereits qualifizierten Ukraine (25 Punkte) vor dem letzten Spieltag am Mittwoch die Türkei (20) und nun auch Dänemark (19) deutlich bessere Chancen als die Griechen.

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Dagegen hat Serbien-Montenegro einen großen Schritt Richtung Deutschland gemacht. Die Serben siegten dank der Treffer von Kezman (42.) und Vukic (88.) souverän mit 2:0 (1:0) in Litauen und führen die Gruppe 7 damit weiter an. In dieser Gruppe setzte sich Bosnien-Herzegowina dank drei Toren von Bolic 3:0 (1:0) gegen San Marino durch und bleibt ebenfalls im WM-Rennen.

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Irland wahrte in der Gruppe 4 seine WM-Chancen durch den wichtigen 1:0 (1:0)-Auswärtserfolg auf Zypern.

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Im Spitzenspiel der Gruppe 8 hat sich Kroatien mit 1:0 gegen Schweden durchgesetzt, führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor den Skandinaviern an und ist zum dritten Mal für eine WM qualifiziert. Zwar könnten die Schweden am Mittwoch den Kroaten den Gruppensieg noch entreißen, die Kroaten wären dann aber als einer der besten Gruppenzweiten ebenfalls direkt qualifiziert. Kroatien muss am letzten Spieltag nach Ungarn, Schweden empfängt Island.

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Aus Afrika stellen sich 2006 in Deutschland ein paar WM-Neulinge vor. Ghana, Angola, Togo und die Elfenbeinküste sind erstmals für eine Endrunde qualifiziert. Angola gewann in Ruanda 1:0. Fabrice Akwa erzielte in Kigali nach knapp einer Stunde das entscheidende Tor. Hätte Angola nur unentschieden gespielt, wäre der Gruppenfavorit Nigeria qualifiziert gewesen. So aber nützte den Nigerianern ihr 5:1-Sieg über Simbabwe nichts mehr. Weniger spannend machte es Ghana in der Gruppe 2. Der 4:0-Sieg auf der Inselgruppe Kap Verde wurde schon in der 4. Minute durch ein Tor von Sulley Muntari eingeleitet und geriet nie in Gefahr. Im Verfolgerduell trennten sich die Demokratische Republik Kongo und Südafrikan 2:2. Die Südafrikaner sind 2010 selbst WM-Gastgeber. Togos WM-Qualifikation stand in Brazzaville lange auf der Kippe. Gegner Kongo führte schon 2:1, ehe zwei Tore von Toure Kader Gougbadja in der 62. und 70. Minute doch noch einen 3:2-Sieg einbrachten. Überraschend war der Ausgang in Gruppe 3. Nicht die favorisierten Kameruner setzten sich durch, sondern die Elfenbeinküste. Kamerun patzte am letzten Spieltag mit dem 1:1 gegen Ägypten. Die Elfenbeinküste buchte mit einem 3:1 gegen Sudan das WM-Ticket. dpa

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