Sport : Von K-Punkt bis Telemark-Landung

Die wichtigsten Erklärungen zur Vierschanzentournee

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Wie heißen die TourneeStationen?

Die Tournee beginnt am 29. Dezember in Oberstdorf. Das zweite Springen findet am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen statt. Danach geht es am 4. Januar in Innsbruck weiter. Den Abschluss bildet am 6. Januar das Springen in Bischofshofen.

Wer sind die Favoriten?

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen vor allem auf Sven Hannawald. Der 28-Jährige hat vor einem Jahr Geschichte geschrieben, als er als erster Skispringer überhaupt alle vier Springen gewann. Nur geringe Chancen auf einen Gesamtsieg hat Martin Schmitt, der Doppel-Weltmeister von 2001 und Mannschafts-Olympiasieger von 2002. Er hat noch Trainingsrückstand. Hannawalds größte Konkurrenten sind Martin Höllwarth, der Führende des Gesamt-Weltcups, und Andreas Widhölzl (beide Österreich), der die Tour 1999/2000 gewann.

Wann und wo werden die Springen übertragen?

Die Live-Übertragungen sind ausnahmslos in RTL zu sehen, Eurosport sendet längere Aufzeichnungen. Die Übertragungszeiten (von RTL): 28.12.: 13 bis 15.15 Uhr, Qualifikation für das Springen in Oberstdorf, 29.12.: 13 bis 16.15 Uhr: Springen in Oberstdorf, 31.12.: 13 bis 15.30 Uhr: Qualifikation für das Springen in Garmisch-Partenkirchen, 1.1. 2003: 13 bis 16.30 Uhr: Springen in Garmisch-Partenkirchen, 3.1.: 13 Uhr bis 16 Uhr: Qualifikation für Innsbruck, 4.1.: 13 bis 16 Uhr: Springen in Innsbruck, 5.1.: 13 bis 16 Uhr: Qualifikation für Bischofshofen, 6.1.: 13 bis 16.15 Uhr: Springen in Bischofshofen.

Was bedeutet K.-o.-Modus?

Es wird nach dem so genannten K.-o.-Modus gesprungen. Das bedeutet, dass im ersten Wertungsdurchgang die besten 50 Springer aus der Qualifikation jeweils in Duellen gegeneinander antreten. Der Erste aus der Qualifikation tritt gegen den 50. an, der Zweite gegen den 49. usw. Der Springer, der in diesen Duellen die beste Note erreicht, schafft den Sprung ins Finale. Neben den 25 besten Springern dieser Duelle sind auch die fünf punktbesten Verlierer für den zweiten Durchgang startberechtigt.

Wie viel Geld gibt es bei der Tournee zu gewinnen?

Jedes der Springen ist mit knapp 50 000 Euro dotiert. Der jeweilige Sieger erhält davon 20 660 Euro, der Zweitplazierte 10 330 Euro, der Dritte 6880 Euro. Der Gesamtsieger bekommt ein 25 000 Euro teures Auto.

Wie wird ein Sieger ermittelt?

Die größte Weite bedeutet nicht automatisch den Sieg. Die Gesamtnote setzt sich aus Weite und Haltungsnoten zusammen. Fünf Punktrichter aus verschiedenen Nationen vergeben jeweils maximal 20 Punkte für einen Sprung. Wer zum Beispiel nicht mit dem korrekten Telemark-Stil landet, erhält vier Punkte Abzug. Korrekturen mit Armen und Beinen während des Flugs werden ebenfalls bestraft. Die beste und die schlechteste Note wird gestrichen, der Mittelwert der übrigen drei Wertungen zur Punktzahl addiert.

Was ist eine Telemark-Landung?

Bei dieser Landetechnik setzt ein Fuß vor dem anderen auf, und das hintere Knie wird leicht gebeugt. Für eine Telemark-Landung gibt es die höchsten Noten. Diese Technik stammt aus dem Jahr 1883. Der erste Springer, der so landete, war der Norweger Torju Torjussen.

Was ist der Kalkulationspunkt?

Bekannter war dieser Punkt bislang als so genannter kritischer Punkt. Er wurde inzwischen in Kalkulationspunkt umgetauft. Der K-Punkt bezeichnet den Anfang der rot gezeichneten Landezone und endet bei der so genannten Jury-Weite. Diese Jury-Weite wird von den Juroren für jede Schanze einzeln festgelegt und bedeutet eine Art Sicherheitsmarke. Werden 95 Prozent der Juryweite übersprungen, dann überlegt die Jury, ob der Anlauf verkürzt wird. Tsp

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