Sport : Von Öttl bis Bradl

Deutsche Motorradfahrer überzeugen in Aragon.

Alcañiz - Deutschlands Motorradpiloten haben in Aragon am Sonntag starke Leistungen gezeigt. Den Schlusspunkt des WM-Rennwochenendes mit ausschließlich spanischen Heimsiegen setzte Stefan Bradl mit seinem hervorragenden fünften Platz in der MotoGP-Klasse. Der 23-Jährige hatte beim sechsten Saisonsieg des Spaniers Marc Marquez bis zum Schluss sogar die Chance auf einen Podestplatz. Im Ziel lag er aber um 1,046 Sekunden hinter dem Dritten Valentino Rossi. Neuling Marquez baute seine WM-Führung vor dem zweitplatzierten Titelverteidiger Jorge Lorenzo aus.

Der Mann des Wochenendes aus deutscher Sicht war aber der junge Philipp Öttl. Er fuhr in der Moto3-Klasse auf Rang sechs so weit nach vorn wie noch nie in seiner noch jungen Karriere. In seinem erst 14. WM-Rennen lag der 17 Jahre alte Bayer im Ziel 21,539 Sekunden hinter dem Sieger Alex Rins. „Ich habe sogar mit einem etwas besseren Rennergebnis spekuliert“, sagte Öttl. „Ich wollte am Schluss noch einen Angriff starten. Aber das ist ein bisschen in die Hosen gegangen.“

Direkt hinter Öttl kam Jonas Folger ist Ziel, der vor allem seine starken Schmerzen besiegt hatte. Als Siebter in der Moto3-Klasse lieferte er zwei Wochen nach seiner Knöcheloperation eine ebenso starke Vorstellung ab. Sofort nach dem Rennen wurde sein Fuß in der Box hochgelagert und mit einem dicken Eispaket gekühlt. „Wir haben uns eigentlich mehr erhofft. Aber es war super schwierig, wir haben nicht viel Zeit gehabt, die Maschine abzustimmen und hatten daher Probleme mit dem Motorrad. Und ich habe persönlich auch mehr zu kämpfen gehabt“, sagte er.

In der Moto2-Klasse wurde Sandro Cortese für seinen Kampfgeist belohnt. Der vorjährige Moto3-Weltmeister schob sich in der letzten Runde noch auf den zehnten Platz nach vorne und feierte am Ende sein bisher bestes Ergebnis in der Moto2. „Ich habe beißen müssen“, sagte er. „Aber ich wollte heute alles gutmachen, was in den letzten Wochen nicht so gut war. Das war ein gutes Wochenende für uns.“ dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben