Sport : Von Schlachten und Motoren

Ein Buch über den Rennsport in der Nazizeit

Christian Hönicke

Die Deutschen haben eine bisweilen bizarr anmutende Beziehung zum Auto. Uwe Day versucht in „Silberpfeil und Hakenkreuz“, das Dritte Reich als treibende Kraft hinter dieser Liaison darzustellen. An dessen Spitze schwor Rennsportfan Hitler das Volk mit Hilfe der „Motorenschlachten“ auf die anvisierte Massenmotorisierung ein. „Silberpfeil und Hakenkreuz“ basiert auf einer Dissertation des Autors, und das liest man dem Buch manchmal auch an: Die vielen Zitate, Wiederholungen und Quellenverweise bremsen den Lesefluss mitunter gehörig. Andererseits vermeidet es Uwe Day dadurch, in die Guido-Knopp-Falle zu tappen und den Rennsport und seine Protagonisten pauschal zu verurteilen. Sorgfältig wertet der Autor Quellen aus, arbeitet Indizien heraus und entlarvt so auf überzeugende Weise etwa die Rennfahrerlegenden Bernd Rosemeyer und Hans Stuck als Nazi-Werbestars.

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