Sport : Von Tränen gestoppt Schumacher Dritter, Montoya Schnellster im Qualifying

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Monaco (dpa). Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher startet beim Großen Preis von Monaco von Startplatz drei. Der Ferrari-Fahrer hatte gestern im Qualifikationstraining deutlichen Rückstand auf Williams-BMW-Pilot Juan Pablo Montoya, der die Pole Position eroberte. David Coulthard im McLaren-Mercedes meldete sich nach Monaten der Krise als Zweiter zurück. „Ich habe schon oft gesagt, dass es nicht so weiter gehen wird“, kommentierte Schumacher das vorläufige Ende der Ferrari-Dominanz.

Der WM-Führende hatte gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen. „Mir ist etwas ins Auge geflogen“, meinte Schumacher, der sich in der Box lange damit aufhalten musste, die Reizung seines tränenden Auges zu lindern. Auch das Auto lief nicht optimal. „Wir haben das ganze Wochenende versucht, eine gute Balance hinzubekommen. Es war ein schwieriges Qualifying“, meinte Schumacher. Der größte Vorteil von Montoya und Coulthard waren die Reifen. „Man hat gesehen, dass die Michelin-Reifen hier besser sind“, so Schumacher.

Die Chance, heute das spektakulärste Formel-1-Rennen zum sechsten Mal zu gewinnen und damit den Rekord von Ayrton Senna einzustellen, ist auch angesichts der schlechten Überholmöglichkeiten in Monaco eher gering. Schumacher hatte auf dem 3,370 km langen Stadtkurs mit seiner Zeit von 1:17,118 Minuten einen Rückstand von 0,442 Sekunden auf Montoya (1:16,676). Der Kolumbianer hatte sich in letzter Minute die Poleposition gesichert. „Wir haben heute alles richtig gemacht“, meinte er. „Montoya hat die Nerven behalten und ist eine Super-Runde gefahren“, sagte BMW-Sportdirektor Gerhard Berger.

Ralf Schumacher (Williams) kam als Vierter in die zweite Reihe neben seinen Bruder. Heinz-Harald Frentzen landete im unterlegenen Arrows auf Rang zwölf. Sauber-Pilot Nick Heidfeld musste sich mit dem schlechtesten Saison-Resultat, Rang 17, begnügen.

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