Vor dem Derby gegen Union : Pekarik da - Rukavytsya weg

Hertha BSC stärkt seine Abwehr mit dem Wolfsburger Peter Pekarik und transferiert Nikita Rukavytsya nach Mainz. Ein anderer abwanderungsgewogener Hertha-Spieler tauchte auf der Transferliste gar nicht erst auf.

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Peter Pekarik wird Herthas Abwehr verstärken.
Peter Pekarik wird Herthas Abwehr verstärken.Foto: König

Michael Preetz ließ sich entschuldigen. Der Manager von Hertha BSC fehlte bei der Pressekonferenz vor dem Derby gegen den 1. FC Union. Am Tag vor Schließung des Transferfensters bastelte er in seinem Büro an dem Kader, mit dem Hertha das Spiel am Montag und den Rest des Kalenderjahres bestreiten wird.

Und ein paar wenige Veränderungen führte der Manager dann tatsächlich herbei.

Preetz transferierte Nikita Rukavytsya zum Bundesligisten FSV Mainz 05, der bereits im Laufe der Woche ein Angebot unterbreitet hatte. Und verpflichtete gleichzeitig Peter Pekarik. Den 25 Jahre alten Rechtsverteidiger holte der Manager vom VfL Wolfsburg. Nach Vereinsangaben wird der 40-malige slowakische Nationalspieler nach der Länderspielpause am 12. September ins Mannschaftstraining einsteigen. Bisher hat er in der Bundesliga 55-mal für Wolfsburg gespielt. Details über den Transfer wurden nicht bekannt.

Gleiches gilt für den Verkauf von Mittelfeldspieler Rukavytsya, der bereits am Nachmittag nicht mehr am Hertha-Training teilgenommen hatte. Zuvor hatte Trainer Jos Luhukay gesagt, man würde den Australo-Ukrainer im Falle eines Transfers „nicht eins zu eins ersetzen wollen, sondern das intern auf mehrere Schultern verteilen“.

Ein anderer Hertha-Spieler tauchte am Freitag auf der offiziellen Transferliste gar nicht erst auf. Jedoch genau dort hätte der abwanderungsgewogene Stürmer Adrian Ramos stehen müssen, um den Verein noch in diesem Jahr verlassen zu können. „Die wirtschaftliche Seite muss stimmen, das haben wir immer gesagt“, sagte Luhukay, „dazu muss man eine Alternative haben, die hatten wir nicht.“ Nun hofft der 49-Jährige endlich auf einen Formanstieg seines Offensivspielers: „Vielleicht bringt das bei ihm Erleichterung und dass er sich nun ganz auf Hertha fixiert.“

Der Name Fanol Perdedaj stand im Gegensatz zu Ramos auf der Transferliste. Keine Überraschung. Doch für den in die U 23 versetzten Profi fand sich am Freitag kein Abnehmer. Von den gewohnten Hertha-Gesichtern wird am Montag gegen Union also nur das vom Neu-Mainzer Rukavytsya fehlen. Und das seines möglichen Ersatzkandidatens. Daniel Beichler fällt mit angebrochenem Kahnbein für vier bis sechs Wochen aus.

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