Sport : Vor dem Rennem auf dem Nürburgring dominiert Häkkinen im Training nach Belieben

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Häkkinen jagt Häkkinen - auf dem Nürburgring ist dies im Freien Training nicht anders abgelaufen als auf den 13 Rennpisten zuvor. Seine 1:20,758 Minuten für die beste der 28 Runden auf dem Eifelkurs (4,556 km) erreichte keiner der 21 Kontrahenten auch nur annähernd. "Bis ich die Ideallinie gefunden hatte, dauerte einige Zeit. Jetzt fühle ich mich ausgezeichnet", meinte der Formel-1-Weltmeister aus Finnland zum Vorspiel für den Grand Prix von Europa. Ob nun mit viel oder wenig Benzin, frischen oder alten Reifen, Rennabstimmung oder nicht - Häkkinen unterstrich eindrucksvoll, dass er die Schmach des Ausscheidens in Monza wegstecken konnte.

Im Vergleich zum WM-Lauf im Ferrari-Land hielten die Roten aus Maranello diesmal den Abstand zum Silberpfeil in erträglichen Grenzen. Vor allem Mika Salo (0,162 Sekunden zurück), der immerhin 39 Runden drehte, blieb als Zweiter nahe am Finnen dran. Bei Ferrari wurde zwar über fehlenden Grip und Untersteuern geklagt, aber die modifizierten Seitenbleche der Ferraris scheinen sich auszuzahlen. Beleg dafür ist auch der vierte Rang von Eddie Irvine hinter Olivier Panis im Prost, der noch vor Ralf Schumacher (Williams) und David Coulthard (McLaren-Mercedes) geführt wurde.

Viel Pech hatte Monza-Sieger Heinz-Harald Frentzen, der mit lediglich 23 Runden (Alexander Wurz fuhr im Benetton 47) Zwölfter wurde. Am Auto des Deutschen mußte am Vormittag komplett das Getriebe gewechselt werden, was sehr viel Zeit gekostet hat. Es bleibt die Frage, ob er dennoch die optimale Abstimmung für das heutige Qualifying finden kann. Über eine Sekunde Rückstand auf Häkkinen kennzeichnet nicht das wahre Kräfteverhältnis.

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