Vor dem Spiel beim FSV Frankfurt : Der 1. FC Union und das neue Auswärtsgefühl

Der Zweitligist 1.FC Union fährt ungewohnt entspannt zum Spiel beim FSV Frankfurt. Der Grund: Gleich mehrere Negativtendenzen, die sich zu Saisonbeginn abzeichneten, haben die Berliner mittlerweile erfolgreich abgeschüttelt.

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Gute Stimmung nach schlechtem Start. Berlins Zweitligist 1. FC Union ist in Fahrt gekommen.
Gute Stimmung nach schlechtem Start. Berlins Zweitligist 1. FC Union ist in Fahrt gekommen.Foto: dpa

So entspannt wie heute gingen die Zweitliga-Fußballer des 1. FC Union selten in ein Auswärtsspiel. Vor dem Spiel gegen den FSV Frankfurt haben sie sich gleich mehrerer Negativtendenzen entledigt. Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage ist ein Fehlstart wie in der vorangegangene Spielzeit abgewendet. Und auch die Probleme bei Auswärtsspielen scheinen überwunden. Saisonübergreifend ist die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus nach den Auftritten in Dresden (3:1), bei Drittligist Jahn Regensburg (2:1) im DFB-Pokal, in Bielefeld (1:1) und in Bochum (2:1) seit vier Spielen in der Fremde ungeschlagen. „Wir sind jetzt eine richtige Auswärtsmacht wie es aussieht“, hatte Kapitän Torsten Mattuschka lachend verkündet.

Dies gilt es nun in Frankfurt zu bestätigen. Im Stadion am Bornheimer Hang konnte Union noch nicht überzeugen, 2011/12 gab es ein glückliches 1:1-Unentschieden. In den drei anderen Partien verließ Union den durch die Nutzung von drei Mannschaften in der Regel sehr schlechten Frankfurter Rasen als Verlierer. Im März setzte es eine bittere 0:3-Pleite. Union-Trainer Uwe Neuhaus warnt daher vor dem Tabellenvierten der Vorsaison, der mit einem Sieg an Union in der Tabelle vorbeiziehen könnte.

Neuhaus will dem Ansinnen der Frankfurter aber aktiv entgegensteuern. Zum einen wird Union wohl zum dritten Mal in Folge bei der Taktik mit einer Doppelsechs und nur einem nominellem Angreifer bleiben. Zum anderen sieht es danach aus, dass Neuhaus die zuletzt drei Mal in Serie siegende Innenverteidigung mit Christian Stuff und Fabian Schönheim auseinanderreißt. Stuff muss wohl auf der Bank Platz nehmen, weil Mario Eggimann seine Sprunggelenksverletzung überwunden hat. „Ich habe keine Probleme mehr, wenn ich fit bin, wird für mich Platz in der Mannschaft sein“, sagte Eggimann selbstbewusst. Der Schweizer genießt als Vizekapitän offenbar einen höheren Stellenwert als Stuff.

Für ein Problem hält Trainer Neuhaus diese Entscheidung nicht. „Wir haben wie in jedem Jahr vier Manndecker. Die, die am besten harmonieren, sollen auf dem Platz stehen“, sagt der Berliner Cheftrainer, „und auf Christian Stuff ist immer Verlass, wenn er jetzt auf die Bank muss, wird er sich davon nicht beeindrucken lassen.“



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