Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach : Hertha BSC: Der doppelte B-Plan

Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach muss Jos Luhukay auf Valentin Stocker verzichten, dafür kehren drei verletzte Profis zurück in das Mannschaftstraining von Hertha BSC. Wer Stocker ersetzen soll, möchte der Hertha-Trainer nicht verraten - zwei Varianten stehen zur Auswahl.

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Jos Luhukay und Lucien Favre stehen nebeneinander mit Mikrofonen in der Hand.
Gegner am Wochenende: Hertha-Trainer Jos Luhukay (l.) und Borussen-Trainer Lucien Favre.Foto: dpa

So viel vorneweg: Über die Borussia will Jos Luhukay lieber nicht reden, jedenfalls noch nicht. Also über die aus Dortmund, versteht sich. „Das ist in einer Woche“, sagt der Trainer von Hertha BSC, „wir beschäftigen uns mit dem nächsten Gegner.“ Der trägt zwar denselben Beinamen, kommt aber aus Mönchengladbach.

Vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) hat Borussia Mönchengladbach eine weitere Sache gemein mit dem Namensvetter aus Dortmund: Zuletzt ist es nämlich nicht so zufriedenstellend gelaufen für das Team vom ehemaligen Hertha-Coach Lucien Favre. Grundsätzlich habe der Verein eine fantastische Entwicklung genommen, sagt Luhukay, aber nach den jüngsten Spielen mit drei Niederlagen in Folge „kann man vielleicht von einem kleinen Tief sprechen“.

Bei Hertha BSC sprechen sie mittlerweile wieder von einem kleinen Hoch, dazu haben der Sieg in Köln und die knappe Niederlage im Heimspiel gegen die Bayern beigetragen. „Wir haben wieder Stabilität zurückbekommen in die Mannschaft, das ist die Basis, um erfolgreich spielen zu können“, sagt Michael Preetz. „Wir wissen, dass ein knackiges Restprogramm vor uns liegt, aber wir gehen die Sache durchaus optimistisch an“, ergänzt der Manager. Zumal sich die Verletztenliste langsam minimiert, insbesondere unter defensivtaktischen Aspekten: mit Sebastian Langkamp, Fabian Lustenberger und Peter Pekarik sind in dieser Woche drei Abwehrspieler ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Für das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach, betonte Luhukay, sei aber nur Pekarik eine Alternative.

Spannender bleibt die Frage, wer den verletzten Valentin Stocker (Adduktoren) im Mittelfeld ersetzen soll respektive kann. „Wir haben genügend Alternativen im Kader“, sagt Luhukay. In der Trainingswoche hatte er bereits angedeutet, sowohl einen defensiven als auch einen offensiven B-Plan ausgearbeitet zu haben. Wie dieser ganz konkret aussehen könnte, wollte der Niederländer bei der abschließenden Pressekonferenz am Donnerstag allerdings nicht im Detail erläutern.

Nach derzeitigem Stand spricht eher wenig für das Bruder-Duell zwischen Raffael und Ronny, dafür müsste Letzterer nämlich spielen. Gut möglich, dass Genki Haraguchi für Stocker auf den linken Flügel rückt und Änis Ben-Hatira die Spielgestaltung übernimmt.

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