Vor dem Spiel in Bochum : Union fehlen viele Stammspieler

Union fehlen heute in Bochum viele Stammspieler. Insgesamt sind vier Spieler gesperrt und zwei verletzt. Jetzt haben Spieler wie Björn Kopplin oder Christopher Quiring die Chance, sich zu beweisen.

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Die Wolldecken brauchen sie heute nicht. Björn Kopplin (Zweiter von links) und Christopher Quiring (Dritter von links) sollen in Bochum von Beginn an spielen. Foto: Imago
Die Wolldecken brauchen sie heute nicht. Björn Kopplin (Zweiter von links) und Christopher Quiring (Dritter von links) sollen in...Foto: imago sportfotodienst

Fünf Minuten. Das ist alles. So lange hat Björn Kopplin in dieser Saison für den 1. FC Union in der Zweiten Liga gespielt. Hin und wieder wurde er sogar in der Reservemannschaft eingesetzt, in Liga vier. Eine enttäuschende Bilanz für einen, der von Januar bis Mai noch Stammspieler in der Abwehrkette war.

Nun wird Kopplin wieder gebraucht. Dringend sogar. Beim Auswärtsspiel am Sonnabend bei seinem alten Verein VfL Bochum (13 Uhr) wird er wohl von Beginn an spielen. Nicht auf seiner angestammten Position als Rechtsverteidiger, sondern auf der linken Seite. Am vergangenen Wochenende durfte er schon einmal bei der Reserve üben. „Er ist auf jeden Fall eine Alternative“, sagt Trainer Uwe Neuhaus. „Wir haben bereits über diese Möglichkeit mit ihm gesprochen.“

Die Chance auf einen ersten Einsatz von Beginn an liegt nicht etwa darin begründet, dass Kopplin zuletzt übermäßig stark trainiert hätte – seinem Trainer mangelt es schlicht an Alternativen. Michael Parensen und Patrick Kohlmann, die ersten Optionen für den Posten als Linksverteidiger, sowie Sören Brandy sind aufgrund wegen Sperren nicht spielberechtigt. Gesperrt ist auch Baris Özbek, der gegen Bochum noch einmal aussetzen muss. Fabian Schönheim und Christian Stuff sind verletzt, auch sie werden nicht spielen können. Durch die Ausfälle steigen die Einsatzmöglichkeiten für Akteure, die in dieser Saison bisher keine Rolle gespielt haben. Spieler wie Björn Kopplin oder Christopher Quiring.

Beim 1. FC Union ist man bemüht, der Personalsituation etwas Positives abzuringen. „Ich denke, dass die, die jetzt reinkommen, alles geben werden und die Situation vielleicht für uns wenden“, sagt Torhüter Daniel Haas. Die Situation, damit meint Haas den aus Berliner Sicht unschönen Umstand von sechs Spielen ohne Sieg. Inzwischen muss sich Union nicht nur nach oben orientieren, sondern auch nach unten. Der Drittletzte aus Frankfurt liegt sechs Punkte hinter den Berlinern.

Weil die Niederlagenserie am Selbstvertrauen der Stammbesetzung gerüttelt hat, könnten nun jene für neue Impulse sorgen, die die Krise nicht unmittelbar verantwortet haben. Kein einfaches Unterfangen. Bisher vertraute Neuhaus nur einem verhältnismäßig kleinen Kreis an Spielern. Lediglich 13 Feldspieler absolvierten bisher mehr als die Hälfte der Spiele. Björn Kopplin oder Christopher Quiring gehören nicht dazu.

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