Vor Deutschland-Spiel : Keine Hinweise auf Hooligans

Die Polizei sieht sich auf das WM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Polen in Dortmund gut vorbereitet. Man habe keine Hinweise auf geplante Hooligan-Auseinandersetzungen, hieß es.

Dortmund - "Es wird hoffentlich genauso friedlich wie am Samstag beim Spiel Schweden gegen Trinidad und Tobago", sagte Polizeipräsident Hans Schulze am Dienstag in Dortmund.

"Wir haben keinerlei konkrete Hinweise auf geplante Hooligan-Auseinandersetzungen", sagte Einsatzleiter Dieter Keil. Man rechne aber damit, dass einzelne polnische Hooligans kämen. Diese wolle man mit Hilfe von elf polnischen szenekundigen Beamten identifizieren. Wenn sie keine Eintrittskarte hätten und als gewaltbereit bekannt seien, könnten sie notfalls sogar vorübergehend festgesetzt werden.

"Dieses Spiel steht in großem Interesse gewaltbereiter Fußballfans. Auch aus der deutschen Hooligan-Szene werden vermutlich welche nach Dortmund kommen", sagte Keil. Die Polizei sei jedoch "gut aufgestellt" und mit "ausreichend Kräften" auf alle unterschiedlichen Szenarien vorbereitet. "Wir sind nicht romantisch", meinte er.

140 gewaltbereiten deutschen Fans habe man für eine bestimmte Zeit verboten, Innenstadt und Stadionbereich zu betreten. 20 Leuten habe man Meldeauflagen erteilt, um sie unter Kontrolle zu haben. Weitere 300 besuchte die Polizei in den vergangenen Wochen zu Hause, um ihnen ins Gewissen zu reden.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Polizei am vergangenen Freitag in Gelsenkirchen vor dem WM-Spiel Polen gegen Ecuador Hinweise auf eine geplante Auseinandersetzung unter Hooligan-Gruppen hatte. Nach den Hinweisen waren in Dortmund 13 gewaltbereite Fans vorsorglich für vier Stunden in Polizeigewahrsam genommen worden. Die Auseinandersetzung habe nicht stattgefunden, sagte Keil. Um welche Gruppen es sich gehandelt habe, sei nicht bekannt. (tso/dpa)

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