Vor Halbfinale im DFB-Pokal : Hertha BSC macht Dortmund und Schalke zu Nachbarn

Mit Plakaten stimmt Hertha BSC sich und die Fans auf das Pokalspiel gegen den BVB ein. Auf einer Karte verwechselt der Klub jedoch Gelsenkirchen und Herne. Mit Absicht?

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Hertha-Fans im Berliner Olympiastadion.
Hertha-Fans im Berliner Olympiastadion.Foto: picture alliance / dpa

Bei Hertha BSC sind sie offenbar etwas aufgeregt ob des nahenden Pokal-Halbfinals gegen Borussia Dortmund. Voller Vorfreude hatte der Verein lustige Plakate bedrucken lassen, in denen die Hertha sich und ihre Fans auf das Duell einstimmen wollte. Auf einem Plakat sind fiebernde BVB-Fans zu sehen, daneben ein Foto vom Flughafen BER. Die Überschrift: "Hoffen auf ein Wunder... kennen wa auch!" Selbstironisch.

Auf einem anderen Plakat sind zwei Kartenausschnitte zu sehen. Der eine zeigt einen Teil des Ruhrgebiets, Dortmund ist darauf - natürlich - gelb hervorgehoben. Die Berlin-Karte rechts davon zeigt Mitte und Kreuzberg blau hervorgehoben. Die Überschrift hier: "500.000 Einwohner... ham wa hier auch!" Selbstbewusst.

Die Verwechslung macht Rivalen zu Nachbarn

Eines ist den Berlinern allerdings durchgerutscht, vielleicht vor lauter Aufregung. Die Ruhrgebiets-Karte ist nicht ganz stimmig, zwei Städte wurden vertauscht. Wären es Bottrop und Gladbeck gewesen, es hätte sich vermutlich niemand so schnell daran gestört. Aber ausgerechnet Herne und Gelsenkirchen, die Heimat von Schalke 04, wechselten die Plätze. Aufgefallen ist das einem Schalke-Reporter bei Twitter, verbreitet hatte das die WAZ.

Nun stehen die Blau-Weißen aus dem Westen denen im Osten nicht sonderlich nahe, den Schwarz-Gelben sowieso nicht. Alle Beteiligten hätten womöglich nur müde mit den Schultern gezuckt. Doch durch den Ortswechsel rückt Gelsenkirchen als direkter Nachbar an Dortmund heran.

Eine Alptraumvorstellung für beide Seiten. Das ist ungefähr so, als würde man Unions Stadion an der Alten Försterei auf den Vorplatz des Olympiastadions stellen oder selbiges nach Köpenick verfrachten. Ein pikantes Detail also, das entweder ein kongenialer Nadelstich der Herthaner gegen die Borussen ist, oder aber ein ziemlicher Fauxpas. Auf Anfrage reagierte Hertha BSC bisher nicht.

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