Sport : Vorbereitung: Erst Hubschrauber - nun Hertha

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Er ist kein Freund des Kunstrasens. Doch gestern sprach er von einer "tollen Alternative" zum natürlich gewachsenen Rasen. Nach fast zweistündigem Training auf ungewohntem Untergrund an ungewohnter Stätte, in einem Hangar auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof. Der ist bis zum 15. März von seinem Arbeitgeber Hertha BSC bei der Berliner Flughafengesellschaft gemietet worden. Ob er denn Probleme mit der Muskulatur und den Bändern gehabt habe, wurde Michael Preetz gefragt. "Das werde ich erst am Mittwochmorgen sehen", lautete der Kommentar des Mannschaftskapitäns.

Dort im Hangar, wo noch vor kurzem Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes geparkt waren, hat eine bayerische Firma einen Rasen verlegt, der "ganz anders ist als der, den wir kennen" (Trainer Jürgen Röber, trotz Grippe dabei). Die Halme fünf Zentimeter hoch, bestreut mit 20 Tonnen Sand und 24 Tonnen Gummigranulat, verlegt über 82x36 Meter - ein Rasen, "fast so ideal wie der, den ich in Barcelona kennen gelernt habe", wie Röber meinte. Dennoch, nur bei derart miserablen Witterungs- und Platzbedingungen wie gestern will er seine Bundesligakicker dort trainieren lassen. Schon am Freitag soll im Olympiastadion für den Jahresauftakt am Sonntag beim HSV geübt werden. Die Rasenheizung ist schon angestellt.

Im Hangar nicht dabei war neben den angeschlagenen Andreas Schmidt, Stefan Beinlich und Dick van Burik auch Alex Alves. Auch er hat plötzlich eine Zehenentzündung, war gestern Nachmittag beim Physiotherapeuten Peter Bentin in Behandlung. "Ich hoffe, dass es nichts Ernstes ist", meinte Röber.

Nicht gesehen wurde auch Manager Dieter Hoeneß. Es ging das Gerücht, er sei in Spanien. Dazu passen Meldungen aus eben jenem Land, Hertha sei (ebenso wie Derby County) an Oscar Tellez von Deportivo Alaves interessiert. Der 25-Jährige ist Verteidiger. Und bekanntlich will Hertha demnächst die oft so desolate Abwehr verstärken.

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