Sport : Vorerst freie Fahrt

Trotz Finanzstreits darf das Formel-1-Team BAR starten

Karin Sturm

Das Team British American Racing (BAR) fehlte am Freitagmorgen beim ersten Training in Magny-Cours. Tags zuvor waren die Autos von BAR beschlagnahmt worden. Durchgesetzt hatte dies die monegassische Agentur PPGI, die an BAR Forderungen von etwa drei Millionen Euro hat. Diese resultieren aus einer 1998 vom damaligen BAR-Teamchef Craig Pollock geschlossenen Vereinbarung über eine Provision für einen Sponsorenvertrag. Der jetzige BAR-Chef David Richards weigert sich aber zu zahlen: „Weil das nicht mein Ding ist, wenn Pollock da irgendwelche Deals hatte.“ Schon in Monaco hatte PPGI eine Aktion versucht wie jetzt in Frankreich, den Gerichtsbeschluss aber nicht rechtzeitig bekommen.

Gestern Nachmittag durften die BAR-Piloten Jacques Villeneuve und Jenson Button doch noch fahren. Die Beschlagnahme wurde aufgehoben: wegen Unzuständigkeit der französischen Instanz, die zu einem Handelsgericht und nicht zu einem Zivilgericht gehört, und wegen Verfahrensfehlern. PPGI, so hieß es bei BAR, hätte zugesichert, bis zum 30. Juni nichts zu unternehmen, aber diese Vereinbarung gebrochen, da die Anordnung der Beschlagnahmung die Daten 23. und 25. Juni trage. Deswegen werde man gegen PPGI Schadenersatzklage einreichen.

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