Sport : Vorne dabei

Für die Beckenschwimmer geht die EM erst diese Woche los

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Berlin (dpa). Deutschlands Schwimmer sind bereit für die Jagd auf EM-Medaillen. „Es wird höchste Zeit, dass es losgeht“, sagte Cheftrainer Ralf Beckmann am Sonntag nach dem Umzug aus dem Potsdamer Trainingslager in das „Forum“-Hotel am Alexanderplatz. „Aus der 34. und 35. Etage haben wir einen fantastischen Blick über Berlin, das nehmen wir als gutes Omen.“ Die Frauen wollen das Team an diesem Montag mit einer Galavorstellung auf Gold-Kurs bringen.

Die 4 x 100-m-Freistilstaffel mit Franziska van Almsick, Sandra Völker, Katrin Meißner und Petra Dallmann ist Europarekordhalter und Weltmeister – der EM-Titel demnach Pflicht. Für die gesamte Mannschaft hätte ihr Sieg wegweisende Bedeutung. Cheftrainer Beckmann: „Ein erfolgreicher erster Tag hat eine befreiende Wirkung, ein Misserfolg kann zur Verkrampfung führen.“ Vor zwei Jahren in Sydney war statt Olympia-Gold nur Bronze herausgesprungen – und danach blieb das deutsche Team im Tal der Tränen hängen.

Die Damen nehmen die Herausforderung von Berlin an. „Sydney hat uns eher stark gemacht“, sagte Franziska van Almsick, die in ihrer Heimatstadt endlich mal wieder der Ehrgeiz gepackt hat. Und die Heidelbergerin Petra Dallmann bestätigte: „Wir wollen Gold. Das wäre der perfekte Start in die Woche.“ Sandra Völker fügte hinzu: „Ich habe das Gefühl, dass wir gut sein werden.“

Auch von den Männern wird einiges erwartet. Heiko Hell (Elmshorn) und Jörg Hoffmann (Potsdam) sind über 400 m Freistil zwar Außenseiter, könnten aber eine Medaille erringen. Nicole Hetzer (Magdeburg) und Annika Mehlhorn (Baunatal) dagegen sind über 400 m Lagen sichere Anwärter.

Besonders großer Druck lastet auf Franziska van Almsick, die ihren acht Jahre alten Weltrekord über 200 m Freistil knacken will. Beckmann traut es ihr zu: „Sie macht rundherum einen guten Eindruck, sowohl im Training als auch mental. Sie wirkt aufgeräumt. Und wer so aufgeräumt wirkt, der ist auch in der Lage abzuräumen.“

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