Sport : Vorsicht, fliegende Äste!

Die deutschen Beachvolleyballer müssen bei der WM auch dem Wetter trotzen.

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Stare Jablonki - Auf die Niederlage folgte der Wolkenbruch. Das deutsche Duo Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif (Kiel/Iserlohn) hatte bei der WM der Beachvolleyballer in Stare Jablonki gerade gegen die Polen Kantor/Losiak mit 1:2 (19:21, 22:20, 11:15) verloren, als sich ein heftiges Gewitter über dem Austragungsort entlud. Von „Weltuntergangsstimmung hier in Polen“, berichteten Dollinger und Windscheif: „Nicht unbedingt, weil wir leider unser Auftaktspiel verloren haben, sondern vielmehr weil ein Wolkenbruch vom Feinsten durchzieht. Regen, von Bäumen fliegende Äste.“

Glücklicher lief es am Dienstag für die Hamburger Markus Böckermann/Mischa Urbatzka, die das Turnier mit einem 2:0 (21:18, 22:20) gegen Gabathuler/Weingart (Schweiz) eröffneten. Am Abend fertigten die deutschen Meister Jonathan Erdmann und Kay Matysik (Berlin) die Argentinier Bianchi/Del Coto in nur 37 Minuten 2:0 (21:14, 21:11) ab. Sebastian Fuchs, der durch den Verletzungsausfall von Olympiasieger Julius Brink kurzfristig Thomas Kaczmarek als Partner an seine Seite geholt hatte, gewann nach hartem Kampf 2:1 (17:21, 21:16, 24:22) gegen die US-Amerikaner Lucena/Hyden. Als Jugendliche hatten Fuchs/Kaczmarek schon einmal ein Beach-Team gebildet – und vor zehn Jahren bei der U-18-WM im thailändischen Pattaya sogar den Titel geholt.

Die deutschen Beachvolleyballerinnen zeigten sich in Stare Jablonki weiterhin in guter Verfassung. Nach ihren jeweils zweiten Turniersiegen zogen die Duos Katrin Holtwick/Ilka Semmler, Laura Ludwig/Kira Walkenhorst und Karla Borger/Britta Büthe vorzeitig in die K.o.-Runde ein. Die Berlinerinnen Victoria Bieneck und Julia Großner unterlagen dagegen den Gastgeberinnen Kinga Kolosinska und Monika Brzostek knapp mit 1:2 (16:21, 21:15, 15:17), haben mit ausgeglichener Bilanz aber noch Chancen auf das Weiterkommen.

Die deutschen Meisterinnen Holtwick/Semmler (Essen) bezwangen auf dem 9000 Zuschauer fassenden Center Court die Niederländerinnen Jantine van der Vlist und Marloes Wesselink klar mit 2:0 (21:17, 21:15). „Nach Platz 17 und 9 bei unseren bisherigen WM-Auftritten soll es dieses Mal weiter nach vorn gehen“, erklärte Holtwick anschließend.

Die Olympia- Fünfte von London, Laura Ludwig, siegte mit Kira Walkenhorst (Hamburg) 2:0 (21:17, 21:11) gegen Goricanec/Hüberli (Schweiz). Auch Borger/Büthe sind nach einem 2:0 (21:15, 21:17) gegen das griechische Doppel Arvaniti/Karagkouni schon sicher weiter. dpa

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