Sport : Vorsicht vor falschen Scheichs

Stefan Hermanns

Aus gegebenem Anlass muss an dieser Stelle vor den Umtrieben falscher Scheichs gewarnt werden. Sven-Göran Eriksson, Trainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft, ist gerade auf einen solchen hereingefallen. Ein als Scheich getarnter Reporter einer englischen Boulevardzeitung hat dem Schweden auf diese Weise seine geheimen Wünsche entlockt. Wie aus sicherer Quelle verlautet, ist auch Jürgen Klinsmann unlängst Opfer dieser Masche geworden.

Der Bundestrainer ist von einem gewissen Scheich Mahmud Al-Athmi kontaktiert worden, der sich als künftiger Eigentümer des FC Bayern München ausgab. Anders als Eriksson weigerte sich Klinsmann allerdings, den Scheich in einem Sieben-Sterne-Hotel in Dubai zu treffen; er bestand stattdessen darauf, die Verhandlungen per E-Mail zu führen. Klinsmann zeigte sich durchaus interessiert, nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft zu den Bayern zu wechseln, zuvor jedoch müsse die Frage geklärt werden, ob er die tägliche Trainingsarbeit auch von seinem Wohnsitz in den USA leiten könne.

Der Scheich sagte Klinsmann jegliche Unterstützung zu und stellte ihm neben einem fürstlichen Gehalt auch finanzielle Mittel für weitere Verstärkungen in Aussicht. Klinsmann besteht darauf, Jens Lehmann zu verpflichten, um durch verstärkten Konkurrenzkampf den bisherigen Stammtorhüter Oliver Kahn auch im Verein zu Höchstleistungen anzustacheln. Als Knackpunkt könnte sich jedoch eine andere Personalie erweisen: Klinsmann soll verlangt haben, Lothar Matthäus als Greenkeeper für das Trainingsgelände anzustellen. Nach unbestätigten Informationen hat Uli Hoeneß für diesen Fall seinen Rücktritt als Manager angedroht.

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