VORSPIEL von Mathias Klappenbach : VORSPIEL von Mathias Klappenbach

Spiele werden in der Offensive gewonnen, Meisterschaften in Defensive, besagt eine alte Sportweisheit. Fragt sich nur, ob das auch für die Vermeidung des Abstiegs gilt. Die ganz großen Transfers sind in der Winterpause ausgeblieben, doch die in der Tabelle schlecht dastehenden Klubs wollen vor allem mit neuen Offensivspielern aus dem Schlamassel kommen. In dem steckt auch der 1. FC Köln, der einige Spiele ohne den verletzten Lukas Podolski auskommen muss. Der Nationalspieler ist nicht zu ersetzen, Podolski hat 15 der 28 Kölner Tore erzielt. Dabei war er meist die einzige nominelle Spitze, weil Milivoje Novakovic oft verletzt fehlte. Jetzt muss Novakovic in dieser Rolle einspringen, der von Sportdirektor Volker Finke aus Bochum geholte Chong Tese ist von Trainer Stale Solbakken nicht gewollt und sitzt wohl erst einmal draußen. Novakovic wird dabei vom technisch besten Kölner Mato Jajalo unterstützt, die Grundausrichtung der Kölner ist aber eher defensiv. Anders beim 1. FC Kaiserslautern, dessen gesamte Mannschaft bislang so viele Tore erzielt hat wie Podolski alleine. Dabei spielen die Lauterer mit zwei echten Stürmern. Die werden allerdings selten aus dem Mittelfeld so angespielt, dass sie schnell gefährlich werden können. Zudem lässt sich einer bei Ballbesitz des Gegners zurückfallen, der andere muss dann sehen, was er aus einem weiten Pass macht. Es hapert am strukturierten und geordneten Aufbauspiel. Ob Zugang Sandro Wagner für weite Bälle der Richtige ist oder ob die anderen Neuen Anthar Yahia und Ariel Borysiuk etwas mehr Spielkultur bringen, wird gegen Köln nun sofort ausprobiert. Die Lauterer setzen Hoffnung in ihre Zugänge, die Kölner versuchen ohne neue Spieler in der Liga zu bleiben. Vielleicht wird der Abstiegskampf ja doch in der Offensive gewonnen. Lukas Podolski jedenfalls wird rechtzeitig zu den entscheidenden Spielen zurück sein und kann seinen FC dann noch retten.

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